„Alltagsrassisten“ oder „Der alltägliche Kampf gegen die Dummheit“

Update: Habe ein bisschen was abgeändert. u.A. Habe ich Bauernnazi durch Bildnazi ersetzt. Und Deutschland auf Top 7 der Asylanträge pro Kopf(Einwohner) gesetzt

Irgendwie fällt es mir nicht wirklich leicht, darüber zu schreiben. Keine Ahnung warum. Ich habe Bauchschmerzen und bin aufgeregt. Es ist ein sehr emotionales Thema, aber ich versuche trotzdem so gut es geht und wo es möglich ist sachlich zu argumentieren.

Die Ausgangssituation: Ein Bekannter teilt einen alten Status der inoffiziellen Sarrazin-Fanseite auf Facebook. (Darauf verlinken werde ich nicht, aber per Nachfrage schicke ich euch den Link.)

Der geteilte Status beinhaltet ganz deutlich rassistische Inhalte. (Nach Wunsch werde ich mich auch mit den einzelnen „Thesen“ hier gerne in einen weiteren Blog-Eintrag näher auseinander setzen.)

Nur so nebenbei: Wenn man sich diese Facebook-Fanpage genauer ansieht, merkt man, dass diese zu 100% von Nazis betrieben wird.

Natürlich nehme ich rassistische Äußerungen in meinem nahen Bekanntenkreis nicht einfach so hin, sondern sage laut „Stopp“, was zu einer interessanten, anstrengenden und am Ende sinnlosen „Diskussion“ führte.

Da diese Diskussion auf der Seite des Bekannten lief, „kämpfte“ ich auf „verlorenen Boden“. Das heißt, keiner der Leser war Antifaschist und die meisten hatten ein klares rassistisches Weltbild.

Die Kommentatoren, die neben mir „diskutierten“, waren zwei weitere bekannte. Die meisten Aussagen, die ich hier behandeln werde, stammen von jemanden, bei dem ich froh bin, dass ich keinen Kontakt zu ihm habe.

Wenn ich ihn im Laufe des Textes beleidigen werde, geschieht das bewusst und aus voller Überzeugung. Er ist, für mich, einfach ein Arschloch. Mehr dazu später.
Das Traurigste an diesem Gespräch war, dass die beiden Hauptkommentatoren nicht wahrhaben wollten, dass sie rassistische Meinungen vertreten und verbreiten. Ich bezeichne solche Rassisten oft als „Bildnazis“ oder auch als „Bauernnazis“, obwohl letzterer Begriff natürlich suboptimal ist, da er das Berufsfeld des Landwirts diskriminiert. Deswegen versuche ich in diesem Text auf den Begriff zu verzichten. (Habe ich in der ursprünglichen Text Version nicht)

Damit die Zeit, die ich in die Diskussion steckte, nicht vergebens war, werde ich die zentralen „Aussagen“ und Behauptungen zitieren, kommentieren und auch einordnen. Ich werde die Reihenfolge des Gespräches einhalten. Dadurch werden Wiederholungen auftreten und auch Gedankensprünge entstehen. Das ist bewusst so gewollt und ich bitte euch das zu entschuldigen.

Das Thema war Migration. Also so hatte ich den geteilten Status interpretiert, der den Titel hatte: „Werden Sie Migrant“. In den Augen der „Ich bin kein Nazi“-Nazis ging es scheinbar um mehr. Lustigerweise vermischten die Sarrazin-Fanpage-Nazis und die Kommentatoren die Themen Asyl, legale und „illegale“ Einwanderung.

Zwei Kommentatoren posteten nur: „Er hat Recht.“

Sie begriffen also überhaupt nicht, dass dieser Post gar nicht von Thilo Sarrazin stammt. Hatte ich aber auch nicht erwartet. Wo „er“ aber Recht haben sollte, haben sie leider auch nicht mitgeteilt.

Deswegen erklärte ich mal was alles so falsch an dem Status ist.
„These 1“ des Textes:
„Werden Sie Migrant:
1. Begeben Sie sich illegal nach Pakistan, Marokko, Ägypten oder in die Türkei. Sorgen Sie sich nicht um Visa, Zollgesetze und sonstige Lächerlichkeiten.“
– Der Text setzt Migranten mit Einwanderern, die ohne gültige Visa einreisen, gleich. Das ist auf so vielen Ebenen falsch.
– Der Text macht Länder „gleich“ (Pakistan, Marokko, Ägypten und die Türkei) die alles andere als „gleich“ sind. „

Der Text entlarvt sich also in den ersten zwei Sätzen schon als rassistische Hetze.

Die Arbeitsthese des Textes lautet schlicht: „Ausländer sind Scheiße, besonders die Muslime.“
Nicht besonders differenziert. Aber scheinbar doch noch zu kompliziert. Die Kommentatoren vertraten dann doch eher ein schlichtes: „ALLE Ausländer sind Scheiße“, nur immer wieder in anderen Zusammenhängen.

Kommentar 1 von, nennen wir ihn mal, Arschloch-Nazi:
„FAKT ist aber das sich kein Land nach dir und deiner Herkunft richten wird so wie Deutschland es tut, in der Vergangenheit gabs mal Diskussionen ob Kreuze aus Klassenräumen entfernt werden sollen und du nennst das Hetzen ?!? Also bist du dafür das wir die Flüchtlinge die nach Italien wollten doch lieber zu uns ins Schlarafenland kommen ? ich nenne es Nationalstolz den viele in sich haben sollten, den du anscheinend weniger bis garnicht hast, mit Nationalstolz soll aber nicht gemeint sein das man gewaltsam gegen „Ausländer“ vorgeht. Sag mir mal warum wir uns an Ausländer anpassen sollen wenn sie es in ihren Ländern auch nicht machen ?!? Wem es nicht gefällt in Deutschland der kann es doch gerne wieder verlassen!!!! Wenn Ausländer zu uns kommen dann sollen sich diese an unser Land anpassen und nicht wir an sie.“

1. Niemand verlangt, dass ein Land sich nach irgendeiner Herkunft richtet. Kann es auch nicht. Ist ja nur Land (und ein paar Seen, Flüsse und ein bisschen Meer).
2. Kreuze gehören aus Klassenzimmern entfernt. Trennung von Staat und Religion – auch und besonders in Schulen.
3. Flüchtlinge wollen erst mal recht wenig außer fliehen. Fliehen vorm Hunger(tod), vom (Bürger)krieg oder Naturkatastrophen (und ihren Folgen). Kein Mensch verlässt einfach so all seine Freunde und Familie, seine Heimat und all seinen Besitz. Kein Mensch riskiert einfach so sein Leben für eine „Chance“ auf ein Leben in Sicherheit, die kaum vorhanden ist. Die Menschen machen das, weil sie es müssen. Oft gar nicht für sich selbst, sondern für die Menschen, die sie lieben. Ihre Kinder, ihre Eltern oder Partner. Und ja, diesen Menschen müssen wir helfen. Denn wir haben das Glück, dort geboren worden zu sein, wo es uns gut geht.
4. Ich gebe einen Fick auf Nationalstaaten („Nationen“), denn es ist Zufall, wo Menschen geboren werden. Es macht sie nicht besser oder schlechter, nur weil sie rechts oder links einer Linie geboren werden.
5. Ich will nicht, dass jemand sich irgendwen anpassen muss. Pluralismus ist das Zauberwort. Leben und leben lassen. Die Grenzen der eigenen Freiheit sind nur dort, wo die Grenzen der Freiheit der Mitmenschen anfangen.

Es folgt ein Einschub des „Jeder ist ein bisschen Rechts“-Rassisten:
„Deutschland liegt mit Schweden an der Spitze mit der Aufnahme der Asylanten, die meisten kommen übrigens aus Polen und Rumänien, die meisten Probleme machen aber die muslimischen Zuwanderer die nach eigenen Regeln leben.“

1. Das heißt Asylsuchende, nicht Asylanten.
2. Deutschland liegt nicht mal in den Top 10 der EU-Länder mit den meisten Flüchtlingen, auf die Einwohnerzahl gerechnet. Bei den Asylanträgen liegt D. auf Platz 7. (Wo nur ein Bruchteil angenommen wird)
3. Menschen aus Polen und Rumänien sind Einwanderer und keine Flüchtlinge.
4. Die meisten Muslime in Deutschland leben hier schon in zweiter oder dritter Generation. Sie leben und arbeiten hier und einige spielen in der deutschen Nationalmannschaft.
5. Probleme existieren bei religiösen Fanatikern. Der Staat darf keinen Religionen Einfluss auf die Gesellschaft zusprechen und muss Kinder vor religiöser Indoktrination schützen. Egal ob vor dem Christentum, dem Islam oder anderen Religionen (Religion ist, was sich als Religion bezeichnet).

„Jeder ist ein bisschen Rechts“-Rassist antwortet mit seinem letzten Kommentar:

„Es geht doch gar nicht um die Asylsuchenden!! die sich anpassen sondern um die sogenannten Parallelgesellschaften.“

1. Es gibt in keinem Land der Erde eine Leitgesellschaft oder Leitkultur, die für jeden gilt und an die sich jeder anpassen muss.
2. Sogenannte „Parallelgesellschaften“ sind doch nichts Schlechtes. Sie gibt es zuhauf. Was sie unterscheidet, ist entweder Musik, Religion, Bildung, Politik, Sexualität oder Hobby (usw.) – meistens sind wir selbst in einer oder sogar in mehreren.
3. Probleme existieren meistens nur, wenn sich Gruppen komplett verschließen und feindlich gegenüber Außenstehenden werden (oder sind). Wenn Menschen nicht einfach aussteigen können oder Menschen innerhalb oder außerhalb der Gruppe gefährdet sind. Diese Gruppen bezeichnen wir darum auch als Sekten oder sektenähnlich.
4. Ob es jetzt rechtsradikale, islamische Gruppen sind oder auch etwas wie Scientology ist egal. Die Pflicht desStaates ist es, diese durch Bildung, Aussteigerprogramme und interkulturelle Kommunikation aufzubrechen. Und wenn Gesetze gebrochen werden, natürlich auch mit staatlicher „Gewalt“, die Verbrecher zur Rechenschaft zieht.
5. Um dieser Aufgabe gewachsen zu sein, muss der Staat so neutral wie möglich agieren und keine Subkultur/Parallelgesellschaft/ Teile der Bevölkerung bevorzugen oder diskriminieren.

Arschloch-Nazi und auch Bild-Nazi scheinen den Politiker/Menschen Jan Kastner mit der Piratenpartei gleichzusetzen:
Arschloch-Nazi:

„Ich bin echt froh dass das Volk sich gegen euch Piraten entschieden hat“
Und
„Ich glaub echt manchmal, ihr Piraten lebt total realitätsfern. Was wollt ihr denn aus unserem Land machen? Nach deiner Aussage klingt das so als wäre es dir recht wenn hier 100% Halligalli herrschen soll, weil ja ihr auch gegen Überwachung seit (um mal überzugreifen)“

Bildnazi:
„Also Jan tut mir leid aber ich kann dich und eure Piratepartei nicht mehr ernst nehmen, wenn sich jemand nicht traut der Wahrheit ins Auge zu sehen dann seit ihr dass !
Fakt ist dass viele deutsche so denken sehr viele sogar diese Meinungen resultieren bestimmt nicht aus einer von einer Zeitung aufgedrückten Meinung sondern eher aus eigenen Lebenserfahrungen.
Du hältst ja nichts von Länder wie du sagsd,mal eine Frage auf welchem wege sollen wir in Zukunft kommunizieren ??? Sollen wir uns mit Hände und Füsse verständigen??Fremdschämen in der eigenen Heimat sorry aber eure Ansichten sind falsch !
Wird dann eine 80 Jährige deutsche bestraft weil sie kein Englisch kann?? Oder wo und wie soll das Enden ????
Und weisd was mich noch ankotzt, hat jemand eine Meinung die gegen eure extremlich linke Ansicht geht wird sofort damit deklariert ahhhh das ist braune scheiße !!!!!“

1. Ja ich bin Pirat und ja ich bin Antifaschist UND ja die Piratenpartei hat die beste Programmatik im Bereich Asyl- und Migrationspolitik aller Parteien, ABER nein, ich spreche hier als Mensch und nicht als Vertreter einer Partei.
2. Welche Wahrheit ist hier gemeint? Das hat mir noch keiner mitteilen können. Die einzige Aussage, die ich raus lesen kann, ist „Alle Ausländer sind blöd“ und das ist auf keinen Fall richtig.
3. Die Kommentare enthalten Vorurteile, Halbwahrheiten und Falschaussagen. Zusammengefasst kann man sie ausdrücken in: „Ausländer sind Scheiße“ Und da ist es dem einzelnen Teilnehmer dieser überschaubaren Runde erst mal egal, woher sie kommen und warum, was sie machen und ob sie überhaupt welche sind. Die grundlegende Ablehnung von Ausländern oder einfach nur Individuen anderer Gruppen ist ohne jeden Zweifel fremdenfeindlich.
4. Menschen, die andere Menschen in Gruppen einteilen, sie nach ethischer oder staatlicher Herkunft sortieren und sie dann anhand dieser Gruppen beurteilen, nennt man Rassisten.
5. Menschen die stolz auf „ihre“ Nation sind, werden übrigens Nationalisten genannt.
6. Das war alles nur ein kurzer Exkurs, warum bestimmte Wörter wann benutzt werden. Dahinter steht keine (politische) Willkür, sondern Definitionen.
7. Den Rest des letzten Kommentars kann ich kaum deuten. Ich vermute da steht irgendwie so etwas wie: „Mit welcher Sprache unterhalten wir uns in einer grenzenlosen Welt?“ Ja einfach so wie jetzt auch, in einer mit Grenzen (und wie auch in den vielen existierenden Vielvölkerstaaten) in der Sprache, die ich und mein Gesprächspartner versteht. Oft ist es die Sprache, welche in der Region am meisten gesprochen wird. Aber oft auch Minderheitensprachen oder Dialekte.

Gegenargumente sucht man auf der Gegenseite vergeblich. Dafür kommen Aussagen die mich überzeugten, dass hier Hopfen und Malz verloren ist. (und die „Diskussion“ noch weiter ins Lächerliche zogen)

Das Arschloch postet:
Ich bin echt sehr froh das Deutschland nicht deiner Meinung ist, und ich hoffe das euere Spaßpartei nie hier was zu sagen hat, dass wäre ein Grund auszuwandern. Fast schon traurig deine Einstellung“
„Alleine deine Abwertenden Aussagen sagen mir Jan das man dich nicht ernst nehmen kann und dich eher belächeln sollte.“


Der Besitzer der Facebook-Pinnwand:

„Eben i teil an link vom Sarrazin und er geht ab wie a Zapferl i finds so geil !“

1. Ich finde eure Aussagen widerwärtig und rede deswegen so abwertend von euch wie ihr von euren Mitmenschen sprecht.
2. UND VERDAMMT NOCHMAL: Ich werde immer aufstehen und laut sein, wenn ich Rassismus bemerke. Die Welt wäre nämlich so viel schöner ohne ihn.

Nach diesem Post (den Letzten in diesem Beitrag) antwortete ich nicht mehr. Hier werde ich ihn aber doch noch kommentieren.
„Ich finde du hast dich hier mehr ins lächerliche gezogen als jeder andere hier, erstens ist das meine Meinung und du willst uns deine Aufzwingen und wenn wir nicht deiner Flower Power Einstellung folgen nennst du uns Nazis, wie war das noch mit „freier Meinungsäußerung“ ?!? Wenn du jetzt noch dazu ein Smartphone besitzt lieber Jan, dann bist du ein totaler Widerspruch. Wie kann man dich und deine Einstellung dann glaubwürdig nennen.“

1. Recht auf freie Meinungsäußerung bedeutet, dass ein Mensch nicht eingesperrt wird für seine Meinungsäußerung, es bedeutet nicht, das jede Meinungsäußerung von jedem uneiingeschränkt zu akzeptieren ist.
2. Natürlich ist es auch die wahrnemung des Rechts auf freie Meinungsäußerung, zu sagen, wenn ich eine Meinung Scheiße finde.
3. Meinungsfreiheit gilt nur in einen besonderen Rahmen. Volksverhetzung ist u.a. natürlich immer verboten.

Mir ist es richtig übel bei dieser „Diskussion“ geworden. Am Ende will ich euch nur mitgeben: Schaut nicht weg! Informiert euch! Bekämpft Rassismus auch im Alltag und ganz klar: Kein Mensch ist illegal.

Hinweis: Schleift die Festung Europa Unterschreibt die Petition auf Change.org

Weiterer Link: Fakten gegen Vorurteile Hier könnt ihr euch über die Fakten informieren

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5 Antworten zu „Alltagsrassisten“ oder „Der alltägliche Kampf gegen die Dummheit“

  1. Stichflamme schreibt:

    Tut mir leid, dass du das so erleben musstest und vor allem mit diesen Personen.
    Kotzen könnte man da, wie sehr diese Herren hier Asylsuchende oder schlicht Ausländer verunmenschlichen. Ja, alle wollen EUCH böses!
    Mich regt vor allem auch auf wie unlogisch die Argumente teilweise sind, selbst von sehr intelligenten Menschen. Fühl dich gedrückt und sei gewiss: uns andere, die ein Herz für andere Menschen haben, gibt es auch da draussen.

  2. Dimitrij K. schreibt:

    Jetzt habe ich mir die Diskussion doch noch angetan. Was soll ich sagen? Das ich resigniert habe in diesem Bereich. Zumindest im beruflichem Umfeld. Es führt nur zu Spannungen die ich mir leider nicht leisten kann. Ansonsten sollte einer der Beteiligten dieses lesen. Der Kanacke der mit Ihnen zusammenarbeitet, besser Deutsch spricht und andauernd Spass macht war Asylbewerber in diesem Land. Tolle Erfahrung, wünsche ich jedem der auf die obigen Beschreibungen von Alltagsrassisten passt. Diese Aufregung und diese Vielfältigkeit die man in der Zeit kennenlernt war einfach bewegend.

    *Achtung, könnte Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten*

  3. Silke schreibt:

    Danke, dass du den Mund aufgemacht hast. Auch wenn uns manchmal angesichts der unbelehrbaren Dummheit der Mut verlaesst, jede Stimme dagegen ist wichtig.

  4. Oktober schreibt:

    Ein guter und wichtiger Artikel, der jedoch einen kleinen aber dennoch faden Beigeschmack hat: Auch wenn du dick und fett „Bauer ungleich Landwirt“ als disclaimer voranschickst, transportierst du dennoch etwas damit, was sicher nicht positiv konnotiert ist, und somit eine ganze Gruppe in negative ‚Bedeutungs-Gruppenhaft‘ nimmst. Findest du kein passendes Adjektiv, um diese Nazis zu beschreiben? Was assoziierst du denn mit _den_ ‚Bauern’/Landwirten?

    Das mag jetzt alles kleinlich sein, aber mich erinnert das (v.a. der disclaimer!) an meinen täglichen Kampf gegen Aussprüche u.a. von Schülern a la ‚Das ist voll schwul‘ etc. Spreche ich sie darauf an heißt’s nur: ‚Ich hab doch nix gegen Schwule.‘ Das mag schon sein, aber dennoch transportiert eine solche Nutzung gruppenbezogene Ressentiments, zumeist sehr abwertender und verächtlicher Art.
    Ein Verzicht auf die ‚Bauern‘ würde deinem Post deshalb keinerlei Bedeutung oder Wert nehmen. Im Gegenteil.

    • kollegejansen schreibt:

      Ja gebe dir 100% recht und ich war mir nicht sicher ob ich ihn verwenden soll. Eher nicht deswegen der disclaimer und dann wurde mir klar das ich diesen Begriff dauernd nutze. Deswegen habe ich ihn hier auch gewählt. Wahrscheinlich war die alternative „Bildnazi“ besser gewesen. Habe mich leider anders entschieden.

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