Jeden Tag ein Antrag: PA054 Regeln bei Berufspraktika insbesondere für Langzeitpraktikanten

Link: http://wiki.piratenpartei.de/Antrag:Bundesparteitag_2012.2/Antragsportal/PA054

Antragstext:
Der Bundesparteitag möge beschließen, folgenden Text an geeigneter Stelle in das Wahlprogramm für die Bundestagswahl 2013 aufnehmen:
Die Piratenpartei sieht Berufspraktika als eine sinnvolle und notwendige Ergänzung der Berufsausbildung an. Sie vermitteln Praxisbezug und erleichtern den Eintritt ins Berufsleben. Auf der anderen Seite erkennt sie viele Probleme, die eine Neuregelung für die Beschäftigung von Praktikanten notwendig machen.
Die Piratenpartei wird Modelle entwickeln, um Anreize für zusätzliche Praktikumsstellen zu schaffen und um Praktikanten in ein reguläres Arbeitsverhältnis zu übernehmen. Wegen des häufigen Missbrauchs durch die Arbeitgeber, setzt sich die Piratenpartei dafür ein, diesen Missbrauch durch entsprechende Regelungen so weit als möglich zu unterbinden. Sie fordert eine Einschränkung der gängigen Praxis, Praktikanten für einen längeren Zeitraum unentgeltlich oder gegen eine minimale Aufwandsentschädigung zu beschäftigen. Nach Ablauf von drei Monaten muss der Praktikant rechtlich dem festen Mitarbeiter gleichgestellt werden und es ist ein angemessenes Praktikantengehalt zu zahlen. Ist dies nicht möglich, ist das Praktikum auf drei Monate zu begrenzen. Die Piratenpartei setzt sich dafür ein, diese Regelungen auch auf solche Berufsausbildungen auszuweiten, die den Nachweis bestimmter Pflichtzeiten oder -Leistungen erfordern und wo ähnliche Missstände beobachtet werden.

Was habe ich dazu zu sagen:
Ich finde es immer sehr schön auf Anträge zu stoßen, die von der Form so geschrieben sind, dass man sie gut bearbeiten kann und sie im „schlimmsten“ Fall sogar annehmen kann. Klare Forderungen, klare Begründung, klarer Auftrag, was der Antrag „auslöst“, wenn er angenommen wird. Bitte mehr davon.

Was spricht dafür:

Kurz und knapp: Ich denke fast alles. Ich finde die Begründung des Antrags ist sehr gelungen.

Was spricht dagegen:
Kaum etwas. Das einzige was ich finden konnte (auch nur weil ich danach gesucht habe):
Das Problem der Dauerpraktikanten hat keine gesamtgesellschaftliche Dimension, sondern ist „nur“ ein jugend- bzw. studententypisches Problem. Es kann uns also vorgeworfen werden, dass wir uns nicht um die wichtigen Dinge kümmern, sondern nur um uns und unserem „Klientel“.

Also, wie solltet ihr entscheiden:
Ein klares Ja. Bitte aber um eure Kommentare wenn ihr das anders sieht.

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2 Antworten zu Jeden Tag ein Antrag: PA054 Regeln bei Berufspraktika insbesondere für Langzeitpraktikanten

  1. Pingback: Jeder Tag ein schlechter Antrag, Tag 9: PA564 – Giftiges Blut? Nein! Gleichbehandlung aller Menschen bei der Blutspende « Beiträge aus dem beschädigten Leben

  2. René schreibt:

    Ich finde klare Forderungen auch toll, nur leider vermiss ich diese vor allem im ersten Teil des Antrages. „Die Piratenpartei wird Modelle entwickeln“. Das ist keine Forderung, das ist eine Absichtserklärung. Und in der Hinsicht finde ich es schade, weil die Thematik durchaus wichtig ist.

    Deine Sorge mit der Klientel-Politik sehe ich nicht wirklich, da die „Generation Praktikum“ ein gesamtgesellschaftliches Problem ist…

    Mein Beitrag im Rahmen der JedenTageinAntrag:
    http://renephoenix.de/antraege-zum-bundesparteitag-fuer-arbeit-und-soziales#toc17320-6

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