Ein Blick ins Fotoalbum

„Jan schau mal“ waren die Worte meiner Mutter die dazu führten das wir dann einige Zeit auf dem Sofa hocken blieben und in großen älteren Fotoalben blätterten.
Ein Blick in die Vergangenheit.
In eine Zeit vor mir. Auch wenn ich mir das nicht immer vorstellen kann aber die gab es wirklich.
Hauptsächlich handelten die Fotos natürlich von meiner Mutter. Sie hat es scheinbar geliebt alles zu dokumentieren was sie gemacht hatte. Und da wundert es nicht das dort auch eine gewisse Person auftaucht um die es heute geht. Meinen Opa.
Freilich, auf den Fotos war er von diesem Status noch weit entfernt.
Jünger als meine Eltern jetzt. Aber trotzdem unverkennbar er.
Ich weiß ja nicht woher ich mir die Frechheit nehme eine Art Rückblick zu schreiben da ich ihn erst 21 Jahre kenne. Aber eins kann mir keiner nehmen:
Ich bin der Grund warum er schon seit mehr als zwei Jahrzenten Opa genannt wird.
Ok ich machte ihn relativ früh alt und gleichzeitig war es nicht wirklich mein Verdienst.
Meine Eltern und ein Schlagloch trugen definitiv mehr dazu bei aber meine Existenz spielte definitiv eine Rolle.
Aber bevor Spekulationen Aufkommen: Ich bin vielleicht stolz darauf aber ich habe nicht vor meinen Vater im selben Alter zum Großvater mutieren zu lassen.
Aber zurück zum Thema.

Ich muss schon sagen meine Erinnerungen an unsere erste Begegnung sind doch sehr blass bis gar nicht vorhanden. Einen Großteil davon habe ich sicher verschlafen. Ich hoffe dies beruht nicht auf Gegenseitigkeit.
Dafür erinnere ich mich an eine wunderschöne Kindheit wo die Zeit bei euch, dazu beitrugen das ich mich immer wieder danach zurück sehne.
Die Abenteuer beim Fischen oder den gemütlichen Abende auf dem Sofa. Das Toben auf der Wiese, das Ballspielen auf der Straße oder auch die täglichen Spaziergänge zum Weiher.
Unvergesslich und untrennbar in meiner Lebensgeschichte verwoben.
In den ganzen Jahren ist so viel Passiert dass ich sicher einen Roman füllen könnte aber das würde diesen Rahmen sprengen.
Und wenn ich unsere Geschichte, die nur einen so kleinen Teil deines Lebens darstellt, schon so umfangreich ist wie facettenreich muss der Rest wohl gewesen sein.
Ich bedaure alles was ich davon verpasst habe und will keinen Moment missen welchen wir zusammen erlebt haben.
Nun wieder zurück zum Sofa und den Fotoalben.
Am Ende dieser Reise in der Vergangenheit kuschelte ich mich an meine Mutter.
„Ich will auch so ein erfolgreiches Leben haben wie ihr.“
Und damit meine ich nicht nur meine Eltern sondern neben der Oma auch dich Opa.
Für mich wäre es eine Ehre wenn ich mit 70 auf ein solches Leben, auf solche Taten und auf so eine tolle Familie zurück blicken dürfte.

Danke für alles und ich bin gespannt auf alle kommenden Erlebnisse die wir teilen dürfen.

Dein erster Enkel.
Dein Jan.

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