Freundschaft

Ein schönes Gespräch von heute Abend lässt mich nicht in Ruhe.

Es ging um so viele Dinge. Wie kurz das Leben ist, das man alles genießen soll usw.
Die Themen die immer kommen, wenn man diese Gespräche führt die einen Bewegen.

Ein gutes eben.

Aber eine Aussage war besonders: „Freundschaft ist wie Brücken bauen. Jeder steht an einer Seite des Flusses und man baut bis man sich in der Mitte trifft. Aber Vorsicht! Wenn man diese nicht erhält und pflegt bröckelt sie und irgendwann stürzt sie zusammen.“

Dies machte mich ganz nachdenklich. Hatte ich zu viele Brücken vermodern lassen?

Ich hoffe nicht aber ich vermute diese Hoffnung ist vergebens.

Mir fallen auf Anhieb so viele Menschen ein bei denen ich mich mal wieder melden sollte dass ich nicht weiß wo ich anfangen soll.

Sie alle hätten es verdient.
Sie waren alle ein wichtiger Teil meines Lebens. Und nun verstauben die Erlebnisse, die eine Zeit schon wieder zurück liegen.

Erlebnisse mit Menschen welche ich nicht missen möchte. Auch wenn ich mit vielen auch oft nicht so schöne Erinnerungen mit in die Reflektion mischen.

Die Anfänge im Kindergarten mit keinen Sorgen belastet. Die Grundschule wo wir zusammen hielten und keiner uns trennte. Die Prügeleien im Bus wo wir Seite an Seite kämpften.

Aus Übernachtungen wurden irgendwann Partys. Wenig Drogen und trotzdem Spaß.

Das Skateboard und die Anarchie welche uns beflügelten. Jeder Tag ein neues Abenteuer.
Frankreich ein Land, eine Reise die uns verbrüderte. Die erste große Liebe.

Die erste lange Beziehung. Die Partys wurden länger und der Alkohol stärker.
Punk Konzerte, Punk Musik es gab uns die Freiheit nach der wir uns sehnten.

Die Mittlere Reife mit einem Abschluss der Legendär wurde.
Fos eine Reise ohne Plan doch mit euch erträglich.
Italien ein auf und ab. Drei Herzen schlugen in meiner Brust. Keines überlebte.

Die Partys wurden langsam zu Saufgelagen. Gemeinsam stehen, gemeinsam kotzen.
Peising nicht nur ein Dorf sondern eine Lebenseinstellung.

Ein Wahlkampf der mein Leben bis jetzt beeinflusst.

Zweites Jahr Richtung Fachabitur und da kam Zypern.
Eine Wiedergeburt. Neuanfang.
Zweite große Liebe. Alles lief plötzlich perfekt.

Dann kam das Jahr der Veränderung. Die Ausgangssituationen änderten sich.
Die erste Reise in das Wunderland. Im besten Hotel der Welt: dem Auto

Plötzlich ein Fachabitur mit unerwarteten Ende.
Trennung dann Berlin. Ich wuchs und verkümmerte gleichzeitig.
Abitur Jahr. Neue Gesichter, neue Geschichten.

Die Partys wurden häufiger, die Drogenpalette Facetten reicher.

Durch Deutschland reisen und Piraten treffen. Jedes Mal eine Bereicherung.
Der letzte Schulabschluss in der Tasche war das Leben kurzfristig wieder leicht.

Erneut ein Wahlkampf mit gewaltiger Prägung.

Das alles konnte ohne euch niemals stattfinden.

Erlebnissen sind nur so toll wie die Menschen mit denen man sie teilt.

Ich danke euch und keine Sorge ich habe euch nicht vergessen.
Ich werde mich bald melden 😉

Euer Jan

Ps.: Freundschaften zu erhalten ist gar nicht so schwer. Die Zerstörten zu flicken umso mehr

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