Zu Spät?

„Um wie viel Uhr willst du fahren?“
„Neun!“
„Jetzt ist es aber schon viertel vor Zehn.“
„Verdammte Scheiße!!“

Das war mein erster Dialog den ich letzten Sonntag geführt hatte nach dem ich unsanft aus dem Tiefschlaf gerissen wurde. Meine Ohren hatten die Dreistigkeit meine viel zu früh gestellten Wecker gekonnt zu überhören. Aber Gott sei Dank bin ich ja bei den Piraten. Da war ich mit einer halben Stunde Verspätung zum Vorbereitungstreffen der Bayrischen Piraten zum Bundesparteitag Vol.2 noch einer der ersten. Die meisten Bayrischen Piraten kamen nämlich gar nicht. Auch war das weitere Interesse scheinbar nicht so hoch. Denn Stream war vorhanden wurde aber auch nicht besonders gut betrachtet.
Aber warum gibt es scheinbar ein so großes Desinteresse der Bayrischen Piraten zum Programmparteitag in Chemnitz?
Ich glaube es geht uns zu schnell. Wir Bayern sind ja doch ein eher gemütliches Volk und hetzten nicht mal beim ersten Bier. Warum auch? Wir haben ja immer noch den ganzen Tag zum saufen.
„Vollis“ und vor allem die Berliner Piraten wollen schnell schnell das ganze Programm neu definieren und die meisten von uns sind eher skeptisch.
Wir Bayern hinterfrage ja auch erst alles. Aber nicht: „Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht.“ Sondern eher wie: „Was der Bauer nicht kennt, untersucht er zunächst und dann frisst er es nicht.“
Diese zwei mit Absicht gewählten Vorurteile sollen verdeutlichen was ich beobachtet habe.
Die meisten von uns hören sich alle Argumente an und diskutieren auch alle Ansichten durch, aber wirklich für etwas entscheiden sich die wenigsten.
Vielleicht weil wir die negativen Seiten sehen und uns nicht Voreilich in irgendwelche Ideen stürzen wollen.
Die besten Beispiele sind das Lqfb und das BGE.
Lqfb ist für uns nur ein Meinungstoll und kein Gott Ersatz wie für andere Landesverbände. Nicht mehr aber auch nicht weniger.
Natürlich unterstützen wir auch den Grundgedanken des BGE und wissen das unser Sozialsystem geändert werden sollte aber ohne Realisierung Möglichkeiten zur Ausführung der Ideen möchten wir uns nicht für eine Möglichkeit festlegen.
Ich glaube in den Augen der Berliner Piraten sind wir konservativ. Es kommen Sprüche wie „Mut zu etwas neuen“, „Wer nicht wagt der nicht gewinnt“ oder ähnliches. Ohne länger nachzudenken sind schon viele in ihr Verderben gerannt.
Mit uns kann man scheinbar keine Revolution machen. Mit uns kann man das Land aber reformieren. Das mindert die Chancen dass wir untergehen und erhört die Möglichkeiten aktiv Einfluss auf die Politik zu nehmen und die Welt zu verändern.

Es stellt sich dann nur die Frage:
„Ist es dann schon zu Spät?“

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