Die Volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken

VORSICHT! ES GAB KEINE NACH KORREKTUR! RECHTSCHREIBFEHLER UND GRAMATIK FEHLER VORHANDEN!

Die Volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Laufzeitverlängerungen von Atomkraft werken

Von Jan Kastner

„Es ist schwieriger eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom“ (Albert Einstein)

Inhaltsangabe

1. Kernkraft: Dinosauriertechnologie, Überbrückungsenergieträger oder die strahlende Zukunft?

2. Pro Argumente und ihre Auswirkungen

2.1 Laufzeitverlängerung hilft die Umwelt zu schützen

2.1.1 Behauptung 1: Atomstromerzeuger fördern die erneuerbaren Energien und somit den Klimaschutz
2.1.2 Behauptung 2: Kernenergie ist genauso Klimafreundlich wie regenerativen Energien

2.2 Die Laufzeitverlängerung schafft und erhält Arbeitsplätze in Deutschland

3. Contra Argumente und ihre Auswirkungen

3.1 Ältere Atomkraftwerke sind nicht mehr sicher
3.2 Atomkraft blockiert und erschwert den Weg der erneuerbaren Energien
3.3 Es gibt kein sicheres Endlager für Atommüll

4. Fazit und Schlusswort

5. Anhang

1. Kernenergie: Dinosauriertechnologie, Überbrückungsenergieträger oder die strahlende Zukunft?

Kein politisches Thema wurde so heftig im letzten Bundestagwahlkampf behandelt wie die Laufzeit Frage der deutschen Atomkraftwerke. Nirgends hatte sich die Bevölkerung so gespalten. Das aber nicht nur letztes Jahr, sondern schon mindestens seit den grünen Bewegungen in den 70er und 80er Jahren. Für viele ist die Thematik schon lange keine Faktengegenüberstellung, sondern ein Religionskrieg. Oft versuchen die Gegenseiten ihrem Gegenüber nicht einmal zu verstehen. Das Zitat auf dem Deckblatt von Albert Einstein trifft es wohl am besten. Die Idee der Schwarz/Weiß Sichtweise auf die Atomenergie hat sich so in die Köpfe der Menschen gefressen das sie oft gar nicht wissen warum sie auf der der Pro oder Contra Seite sind. Man muss sich aber entscheiden: Ist man für oder gegen sie? Ist man ein verwahrloster Hippie oder ein geldgieriger Spießer?
Damit macht es die Bevölkerung den Parteien einfach Stimmenfang und Lobbyarbeit gleichzeitig zu betreiben. Sie müssen nur eine Seite auswählen und die Argumente nicht selber erarbeiten sondern sich die von den Lobbyisten in den Mund legen lassen. Wären nun alle Seiten gleichstark, das heißt alles Lobbisten mit gleichviel Macht und Geld ausgestattet, wäre dies kein Problem aber leider leben wir nicht in solch einer Traumwelt. Der moderne Mensch braucht zum leben, arbeiten und ja auch zum sterben Energie. Ohne sie wären wir aufgeschmissen. In den Zeiten von „Geiz ist geil“ will jeder so wenig wie möglich zahlen und so viel wie möglich bekommen. Hier sehen wir schon den Gewinner und den Hauptbeeinflusser der Diskussion: Die Atomlobby. Den der Atomstrom ist kurzfristig der billigste.
Wer mir nicht glaubt kann gerne nach Infomaterial bei Parteien, Organisationen, Wissenschaftsverbänden und Lobbys anfragen. Bei den meisten kommen Mails oder Anrufe das zurzeit kein Material zur Verfügung stände oder kein Geld da wäre eigene Schriften zu verfassen nur von einer Stelle habe ich sofort und ohne Kommentar eine Mappe bekommen mit bunten Bildern, Karten, einer DVD und auch wissenschaftlichen Arbeiten: Von der Atomlobby. Nun sei dahingestellt ob diese Recht oder Unrecht haben. Es zeigt nur auf das der Einfluss und auch die Möglichkeiten dieser Vereinigung am größten ist. Kein Wunder das deren Meinung immer mehr verbreitet wird und deren Argumente oft eins zu eins von Unions oder FDP Politikern zu hören sind. Auch Menschen auf der Straße, die nach meinem Wissen nie mit der Atomlobby auseinander gesetzt haben, benutzen oft bis auf den Satzbau die gleichen Argumente wie ich sie in derer Schriften vor mir liegen habe. Aber die Redner haben meist keine Ahnung was sie gerade von sich geben und das macht die Sache so angreifbar von halbwegs informierten grün-Extremisten die kontraproduktiv die Reden in der Luft zerreißen und die Redner anpöbeln.

Die Energiefrage in Deutschland ist einfach zu wichtig um sie den Atomlobby-Marionetten oder Steine werfenden Geburtsgrünen zu überlassen. Deswegen habe ich mir dieses Thema zur Aufgabe gemacht und mir die Argumente beider Seiten aufgearbeitet. Denn jeder hat das Recht, nein sogar die Pflicht beide Seiten zu hören und zu verstehen. Ich betrachte die Laufzeitverlängerung auf die Volkswirtschaftlichen Auswirkungen in Deutschland, manchmal sogar auf Europa oder die gesamte Menschheit. Ich versuche Weitgehens sachlich zu bleiben werde aber meine eigene Meinung zu bestimmten Punkten wiedergeben aber auch als solche kennzeichnen.

2. Pro Argumente für die Laufzeitverlängerungen deutscher Atomkraftwerke

Anmerkung: Ich verwende Quellen die nicht immer neutral sind und deren Sachverhalte dadurch verzogen dargestellt werden können. Im Anhang erläutere ich die Quellen genauer

2.1 Die Laufzeitverlängerung hilft die Umwelt zu schützen

Volkswirtschaftlicher Hintergrund:
In heutigen Tagen ist der Klimawandel Hautnah mitzuerleben. Ständig gibt es neue Meldung über ab normalen Überschwemmungen, Stürme, Dürren und ähnlichem. Das Land Deutschland erwischen die Auswirkungen der Industrialisierung bis jetzt nur leicht aber auch hier gibt es einen hohen Volkswirtschaftlichen Schaden. Zum Beispiel der letzte Winter beschädigte das deutsche Straßennetzt stark so dass die Kosten mehrere Millionen betragen. Deswegen sollte Deutschland erhöhtes Interesse an der Umkehrung des Klimawandels zeigen.

2.1.1 Behauptung 1: Atomstromerzeuger fördern die erneuerbaren Energien und somit den Klimaschutz

Atomenergie Befürworter bringen oft das Argument das die Gelder, die Atomkraftwerke abwerfen, in Regenerative Energien gesteckt werden und somit diese fördern.
„Dabei sind es gerade auch die Kernkraftwerksbetreiber, die seit Jahren massiv in Forschung, in Entwicklung sowie in die Einrichtung und den Betrieb von Anlagen zur Energiegewinnung aus regenerativen Quellen investieren.“ (Quelle: Zukunfts! Fragen Ausgabe September 2009 Seite 1 Zeile 24-30)

Durch die Förderung der regenerativen Energien könnte Atomstrom zum Einhalten des Klimaziels beisteuern und die Zukunft der Menschheit sichern. Schaut man aber die genauen Zahlen an zieht man das genaue Ziel.

„Bis 2010 sind es rund zehn Milliarden Euro, die EnBW, E.ON, RWE, und Vattenfall zusammen für den Ausbau der Erneuerbaren in die Hand nehmen“ (Quelle: Zukunfts!Fragen Ausgabe September 2009 Seite 8 Zeile 31-35)

Der Strompreis im Jahre 2008 betrug im Durschnitt 0,1299 pro kWh. In den 17 Kernkraftwerken in Deutschland wurden Insgesamt 148,8 Milliarden kWh Strom (brutto) gewonnen und somit verdienten die Kraftwerksbetreiber ungefähr 19,33 Milliarden Euro in diesem Jahr. (Vgl. Deutsches Atomforum e.V. Kernenergie- Aktuell 2009) Somit erscheinen die bis jetzt investierten Beträge in erneuerbare Energien um einiges geringer.

Volkswirtschaftliche Auswirkungen:
Durch die Investition in regenerative Energiequellen erlangen die Stromkonzerne erhöhtes Ansehen in der Bevölkerung. Das steigt ihren Marktwert erheblich und kann dazu führen das diese weiter in die erneuerbaren Energien investieren und somit Arbeitsplätze schaffen. Somit können sie die Grundstöcke der Stromversorgung der nächsten Jahre legen. Die neuen regenerativen Kraftwerksanlagen die in Deutschland geschaffen werden können anderen Ländern Vorbild sein und dort die Stromversorgung, durch deutsches Know-how, zu einer Umweltfreundlichen Variante revolutionieren.
„Eine mögliche Laufzeitverlängerung für die die Kernkraftwerke in Deutschland ist nicht etwa als Risiko, sondern – im Gegenteil – eher als Chance für die weitere Entwicklung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen einzustufen.“ ( Quelle: Zukunfts!Fragen Ausgabe: Februar 2010 Seite 4 Zeile 122-127)

Gefahren:
Die Stromkonzerne können die Investitionen nur als Marketing benutzen und hinter einem Trugbild die Atomenergie und somit ihren Gewinn ausbauen. Das würde schlussendlich zum Ende der regenerativen Energien führen und das genaue Gegenteil der Argumentation hervorbringen.
Eigene Meinung:
Würde es 100% sicher sein das die zusätzlichen Einnahmen der Laufzeitverlängerungen in die regenerativen Energien fliesen würden könnte man sich diesem Zitat anschließen:

„Die Kernkraft soll als Übergangstechnologie weiter genutzt werden und eine Brücke in eine nachhaltige Energie Zukunft bilden.“ (Quelle: Zukunfts!Fragen Ausgabe Februar 2010 Seite 1 Zeile 10-13)

Ob dies der Fall sein sollte oder nicht ist die Frage und die große Gefahr.

2.1.2 Behauptung 2: Kernenergie ist genauso Klimafreundlich wie regenerativen Energien

Mit dieser Behauptung argumentiert die Atomlobby aber auch Umweltschützer die in der Atomenergie den Retter des Klimas sehen.

„Jede Kilowattstunde aus Kernenergie belastet die Umwelt genauso wenig, wie jede Kilowattstunde aus Wasser- oder Windenergie, Kernenergie ist sicher, wirtschaftlich und hat einen minimalen Einfluss auf Gesundheit, Umwelt und Klima.“ (Dipl.-Ing. Lars Wiegert, Geschäftsführer und Gründungsmitglied der schwedischen Organisation „Umweltschützer für Kernkraft“)

Jeder welcher die Entwicklung unseres Klimas betrachtet weiß das wir Treibhausgase wie CO² einsparen müssen um den „Klimasupergau“ zu verhindern. Einige Experten darunter auch die Deutsche Physikalische Gesellschaft e.V. sehen die Atomenergie als Hauptmittel das Klimaziel zu erreichen.

„Die Kernkraftwerke leisten einen Beitrag zum Klimaschutz, der mittelfristig allenfalls zu einem kleinen Teil durch andere CO2- freie Energieträger übernommen werden kann. Daher ist es zu empfehlen, die Kernkraftwerke länger laufen zu lassen, als bislang vorgesehen.“ (Quelle: Klimaschutz und Energieversorgung in Deutschland 1990-2020, Eine Studie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e.V. September 2005 Seite 70 Zeile 10-12)

Sie sehen keine Chance diese CO² Einsparung mit regenerativen Energien zu erreichen.

„Die Kernkraft sollte so lange weiterlaufen, bis die Co2-freie Produktion […] durch die erneuerbaren Energien […] subsituiert werden kann.“(Quelle: Klimaschutz und Energieversorgung in Deutschland 1990-2020, Eine Studie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e.V. September 2005 Seite 94 Zeile 32-35)

Die Kernkraft kann „in diesem Zeitraum bestenfalls zu einem kleinen Teil durch zusätzliche regenerative Energie ersetzt oder durch verstärkte Einsparung ausgeglichen werden.“ (Quelle: Klimaschutz und Energieversorgung in Deutschland 1990-2020, Eine Studie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e.V. September 2005 Seite 66 Zeile 15 – 16)

Volkswirtschaftliche Auswirkungen:

Durch das weiterlaufen der Atommeiler kann fast CO² freier Strom produziert werden. Der Schaden und auch der Klimawandel selbst können dadurch abgeschwächt werden. Dies könnte der Break-Even Point in eine Klimafreundliches Zeitalter sein da Kohle und andere stark CO² austosende Kraftwerke ihre Bedeutung verlieren. Die regenerativen Energien können dann diese Lücken ausfüllen und durch das Abschalten der Atommeiler dann vollkommen die Energieversorgung übernehmen.

„ Kernkraftwerke erzeugen Strom praktisch Co2-frei und tragen damit zum Klimaschutz bei.“ Quelle: Klimaschutz und Energieversorgung in Deutschland 1990-2020, Eine Studie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e.V. September 2005 Seite 65 Zeile 16)

Gefahren:

Das weiterlaufen der Atomkraft als Klimaschutz könnte auch den Neu- und Ausbau von Nuklearkraftwerken fördern. Teurere regenerative Energien können dann vom Markt verdrängt werden und die Menschheit steht dann am Anfang eines Atomzeitalters.

Eigene Meinung:

Die Grundidee ist nicht nur verständlich sondern auch zu Befürworten. Die Problematik darf man nicht vergessen. Der Marktliberalismus und die Gier lässt die Stromkonzerne wenn sie nicht kontrolliert werden die Atomenergie solange ausnutzen und ausbauen bis es kein Zurück mehr gibt.

2.2 Die Laufzeitverlängerung schafft und erhält Arbeitsplätze in Deutschland

Volkswirtschaftlicher Hintergrund:
Die größte Wirtschaftskrise in der Nachkriegszeit trifft auch Deutschland. Immer mehr Betriebe müssen wegen zu wenigen Aufträgen Arbeiter entlassen. Dadurch steigt die Arbeitslosenquote und die Soziale Abhängigkeit zum Staat. Dies ist für die Bundesrepublik ein enormer Volkswirtschaftlicher Schaden. Die Ziele der Politik und der Gesellschaft müssen die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen sein um die Wettbewerbsfähigkeit der BRD und den deutschen Lebensstandart zu erhalten.

In und um Atomkraftwerkanlagen arbeiten tausende von Menschen. Diese Jobs sehen Atomkraftbetreiber stark gefährdet wenn die Laufzeit nicht verlängert wird.
„Natürlich würden sie die Mitarbeiter treffen, die heute in den Anlagen arbeiten. Die Auswirkungen gingen aber weit darüber hinaus. Mehrere Zehntausend Arbeitsplätze bei Zuliefer- und Servicefirmen wären betroffen.“ (Dietrich Herd, Vorsitzender Arbeitskreis der Betriebsräte bei EnBW)
„Diese Jobs sind notwendig, um hunderttausende weiterer industrieller Arbeitsplätze zu erhalten.“ (Günter Reppien, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Betriebsräte im RWE (unteranderem) )
„Diese Jobs sind notwendig für den Erhalt Hunderttausender industrieller Arbeitsplätze.“ (Rainer Kruppa, Konzernbetriebsratsvorsitzender Vattenfall Europe AG)

Sie sehen die Kernenergie auch als zukünftiger Arbeitgeber für Fachkräfte.
„Wir stellen Jahr für Jahr Ingenieure verschiedener Fachrichtungen ein“ (Klaus Dieter Raschke, Konzernbetriebsratsvorsitzender E.ON Energie AG)
Kernkraftwerke und ihre Angestellten sind Haupteinnahmequellen für Umliegende Betriebe und erhalten somit auch dort Arbeitsplätze.
„Schon der Betrieb eines einzigen Kernkraftwerks sichert Hunderte von Arbeitsplätzen bei kleinen und mittelständischen Zulieferern und Dienstleistern“ (Quelle: Zukunfts!Fragen Ausgabe Februar 2010 Seite 6 Unterüberschrift)
„Insgesamt arbeitet das Kernkraftwerk mit über 2.000 Dienstleistern und Lieferanten zusammen. Ihr Umsatz mit der Nuklearanlage liegt jährlich im dreistelligen Millionenbereich.“ (Quelle: Zukunfts!Fragen Ausgabe Februar 2010 Seite 6 Zeile 54-58)

Volkswirtschaftliche Auswirkungen:
Durch das Weiterlaufen der Atommeiler könnten tausende Arbeitskräfte erhalten und in bestimmten Arbeitsfeldern neue Stellen geschaffen werden. Dies kann verhindern das die Wirtschaftskrise und die damit verbundende steigende Arbeitslosigkeit mindestens nicht schlimmer, im besten Fall abgeschwächt, wird. Deutschland würde sich dann gestärkt auf die alten und neuen Aufgaben des Jahrhunderts stürzen welche Hauptsächlich Klimaschutz und der Ausbau zur Informationsgesellschaft sein wird. Dies fördert Schlussendlich die Forschung und die Entwicklung Deutschlands.
„Eine richtig ausgestaltete Verlängerung der Kernenergielaufzeiten würde weitere Belastungen für Arbeitsplätze und Investitionen vermeiden“ (Gernot Schaefer, Vorsitzender der BDI-Energieausschusses)

Gefahren:
Neue Fachkräfte im Bereich Atomenergie könnten aus Angst um ihre Arbeitsplätze Bremsen und Stolpersteine sein für die Entwicklung Deutschlands zu einem atomfreien und ökologischen Staat.

Eigene Meinung:
Arbeitsplätze sind für die BRD natürlich sehr wichtig. Diese aber durch Atomenergie zu erhalten finde ich bedenklich. Aber solange diese nur kurz bis mittelfristige Übergangslösungen sein sollen sehe ich keine große Problematik.

Info: Es gibt einige weniger oder gleichwertigen Argumente aber alle aufzuzählen und zu bearbeiten würde den Rahmen eines Fachreferats sprengen.

3. Contra Argumente für die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke

Anmerkung: Ich verwende Quellen die nicht immer neutral sind und deren Sachverhalte dadurch verzogen dargestellt werden können. Im Anhang erläutere ich die Quellen genauer

3.1 Ältere Atomkraftwerke sind nicht mehr sicher

Volkswirtschaftlicher Hintergrund:
Ein mittlerer bis großer Atomunfall hätten für die Bundesrepublik folgen schwere Auswirkungen. Im schlimmsten Fall wäre der Großteil Deutschlands für Jahrhunderte unbewohnbar. Der Volkswirtschaftliche Schaden ist unübersehbar. Normaler Handel, geschweige denn von einem normalen Leben, wäre unmöglich. Aber Deutschland würde sich nicht nur selbst in den Ruin treiben sondern wegen der weitreichenden Strahlung auch ihre Nachtbarländer schwer schädigen. Europa und vor allem die Europäische Union würde an Bedeutung verlieren und Abhängig sein vom Rest der Welt. Deswegen sollte jedem klar sein, das dieses Schreckens Szenario zu verhindern, jedermanns Anliegen sein muss.

Je älter deutsche Atomkraftwerke sind desto höher ist die Quote der auftretenden Fehlern.

„Die Risiken der Atomkraft verschärfen sich, wenn ausgerechnet die ältesten und unsichersten AKW länger laufen sollen.“ (Quelle: tatsachen Seite 2 Zeile 2-3)

Diese Kraftwerke können durch Störfälle Natürlich nicht so viel leisten. Betrachtet man die ältesten deutschen Kraftwerke und ihre Zeit am Netz sieht man einen genauen Zusammenhang.
Biblis A 26.02.1975 Zeitverfügbarkeit 07: 0,00 %
Biblis B 31.01.1977 Zeitverfügbarkeit 07: 8,35 %
GKN I Neckar 01.12.1976
KKB Brunsbüttel 09.02.1977 Zeitverfügbarkeit 07: 38,38 % Zeitverfügbarkeit 08: 0,00 %
KKI 1 Isar 21.03.1979
KKK Krümmel 28.03.1984 Zeitverfügbarkeit 07: 47,38 Zeitverfügbarkeit 08: 0,00 %
KKP 1 Philippsburg 26.03.1980
KKU Unterweser 06.09.1979

Kernenergie – Aktuell 2009 Deutsches Atomforum e.V.
Kernenergie – Bilanz 2008 Deutsches Atomforum e.V.

Die sogar hochgepriesenen neueren deutschen Atommeiler sind nicht Fehlerfrei.

„In Wahrheit sind sogenannte „meldepflichtige Ereignisse“ – darunter Kühlwasserleckagen, Stromausfälle und sogar Brände – an der Tagesordnung“ (Quelle: Greenpeace Nachrichten September-Oktober 09 Seite 1 Zeile 18-20)

Volkswirtschaftliche Auswirkungen:
Wenn das Risiko und die Gefahren durch die älteren Atomkraftwerke wegfallen nimmt die Angst der Bevölkerung ab. Die Lebensqualität nimmt dann natürlich zu und die Bürger verlieren vielleicht dadurch ihre Vorurteile gegenüber Atomenergie. Deutschland würde im Weiteren ein deutliches Zeichen an andere Staaten geben für welche die BRD ein Vorbild ist. Dies könnte der Anfang eines gesamten intelligenten Atomaustieg sein und trotzdem die Forschung an dieser Technologie vorantreiben.

Gefahren:
Für Atombefürworter kann das Abschalten der alten Anlagen ein Argument sein die neueren Atomkraftwerke länger laufen zu lassen und im schlimmsten Fall als Argumentationshilfen für den Neubau von Kernkraftanlagen genutzt werden. Man darf aber nicht vergessen:

„Es besteht das ständige Risiko eines nicht beherrschbaren Unfalls, verbunden mit dem Austritt von tödlicher Radioaktivität“ (Quelle: tatsachen Seite 2 Zeile 1-2)

Eigene Meinung:
Kernkraftwerke sind eine schwer kontrollierbare Gefahrenquelle und trotz der hohen Sicherheitsvorkehrungen gibt es immer wieder kleinere Unfälle in deutschen Atomanlagen. Was wäre wenn so ein Unfall nicht mehr klein bleibt? Die Auswirkungen wären unvorstellbar.
„Die erneute Panne im Atomkraftwerk Krümmel im Juli 2009 hat uns wiederholt gezeigt: Die Nutzung der Kernenergie ist hochriskant.“ (Tobias Riedl, Greenpeace Atomexperte)

3.2 Atomkraft blockiert und erschwert den Weg der erneuerbaren Energien

Volkswirtschaftlicher Hintergrund:
Deutschland als Industrieland ist auf eine sichere und verlässliche Stromzufuhr abhängig. Das Atomstrom diese Voraussetzungen nicht erfüllt wurden in vorigen Punkten schon mehr als deutlich. Diesen Missstand versuchen Politiker und Forscher schon seit Jahren zu beheben. Hauptsächlich die grünen Technologien scheinen das rettende Ufer zu sein. Würde irgendetwas den Weg zur sicheren, unabhängigen und sauberen Energieversorgung erschweren oder sogar blockieren hätte dies enorme Volkswirtschaftliche Auswirkungen. Deutschland würde in Sache Energie weit zurück fallen und deutsche Firmen im internationalen Konkurrenzkampf untergehen. Energie ist für ein Industrieland und eine Informationsgesellschaft das wichtigste Gut. Aus Wirtschaftlicher Sicht muss die deutsche Regierung alle Hindernisse beseitigen um den notwendigen Fortschritt nicht zu unterbinden um die Marke Deutschland nicht ins Aus zu befördern.
Bei dieser Aussage sind sich nicht nur Atomgegner und Ökostrom Vertreiber sondern auch Komunalpolitiker, einige Stromnetzbetreiber, Firmen und Energieexperten einig.

„Die schwerfälligen Atomkraftwerke blockieren das Stromnetz.“ (Heinz Smital, Greenpeace Atomexperte)

Um diese Aussage zu festigen wird oft genannt das Atomreaktoren schlecht zu regeln sind:
„Atomkraftwerke laufen rund um die Uhr und sind kaum regelbar, jedes An- und Abschalten ist mit Sicherheitsrisiken verbunden.“ (Quelle: Greenpeace Nachrichten September-Oktober 09 Seite 1 Zeile 35-37)
Dies führt natürlich zu überschüssiger Energie welche keine Verwendung findet.
„Bei einem anhaltend schnellen Wachstum der erneuerbaren und einer gleichzeitigen Laufzeitverlängerung für Atomreaktoren müssten in Zukunft immer häufiger Windräder gedrosselt werden, um überschüssigen Atomstrom ins Netz zu lassen.“ (Quelle: Greenpeace Nachrichten September-Oktober 09 Seite 1 Zeile 46-50)

Eine weitere Argumentation ist das Deutschland auch ohne viele Atomkraftwerke Energieexporteur ist.
„Die deutschen AKW könnten problemlos durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Im Jahr 2007, als mehrere AKW über Monate nicht am Netz waren, hat Deutschland in der Gesamtbilanz noch immer große Strommengen exportiert.“ (Quelle: tatsachen Seite 2 Zeile 22-24)
Und der Trend der Stromversorgung durch grüne alternativen alle Grenzen sprengt.
„Im Jahr 2012 wird deutlich mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt werden, als alle Atomkraftwerke zusammen an Strom produzieren. Im Jahr 2020 werden die erneuerbaren Energien bereits einen Anteil von deutlich über 30% an der Stromproduktion haben.“ (Quelle: tatsachen Seite 2 Zeile 24-26)
Selbst die Atomlobby gibt zu das ihre Energie oft überflüssig ist.
„Um der Windenergie den ihr gebührenden Vorrang zu lassen, regelt das Kernkraftwerk Unterweser heute schon an über 100 Tagen im Jahr seine Leistung auf bis zu 55 Prozent ab.“ (Quelle: Zukunfts!Fragen Ausgabe Februar 2010 Seite 2 Zeile78-83)

Volkswirtschaftliche Auswirkungen:
Durch das Abschalten der Atomkraftwerke würden die regenerativen Energien den ihnen gebührenden Vortritt bekommen. Dies fördert natürlich den Wettbewerb in dieser Branche und die „Erneuerbaren“ würden noch schneller wachsen. Dadurch könnten schneller wie bisher geplant die Umweltverschmutzenden Kohlekraftwerke abgeschaltet werden. Dadurch dass Ökostrom so Vielfertig ist gäbe es keine Marktmonopole und Preisabsprachen und der Strompreis würde sinken. Die Lebensqualität und der Sandortfaktor Deutschland wären die größten Gewinner durch diesen Fortschritt. Auch hätten Investoren und Ökostromerzeuger keine Angst mehr das es keine Abnehmer für ihren Strom gäbe.
„Immer wenn es im Norden Deutschlands besonders windig ist, müssen die Betreiber von Windparks heute schon fürchten dass ihre Mühlen vom Netz getrennt werden – wegen drohender Überlastung der Übertragungsleitungen.“ (Quelle: Die Zeit Ausgabe am 29. April 2010 Seite 23 Zeile 94-100)

Gefahren:
Durch das frühzeitige Abschalten könnte bei besonderen Naturereignissen das Ökonetz noch nicht ausgereift und groß genug sein. Das könnte dazu führen das Strom zu teuer und zu unregelmäßig für Firmen in Deutschland zur Verfügbarkeit steht. Da aber das deutsche Ökostromnetz aber schon relativ groß und vielfertig ist scheint die Gefahr gering.
„Eine Laufzeitverlängerung würde den dringend nötigen Umbau des Kraftwerkparks bremsen.“ (Quelle: Greenpeace Nachrichten September-Oktober 09 Seite 1 Zeile 33-34)
Eigene Meinung:
Ich sehe es immer als Fehler Fortschritt zu Bremsen. Atomkraft ist eine veraltete unsichere Stromquelle. Wir sollten der sauberen und sicheren grünen Alternativen den Vortritt lassen.
„Werden Atomkraftwerke über vereinbarten Fristen hinaus betrieben, so verhindert dies das Wachstum der erneuerbaren Energien.“ (Quelle: tatsachen Seite 2 Zeile 27-28)

3.3 Es gibt kein sicheres Endlager für Atommüll

Volkswirtschaftlicher Hintergrund:
Atommüll, welcher in bei der Energiegewinnung in Atomkraftwerken entsteht, hat mehr oder weniger starke Radioaktive Strahlung. Einige Abfälle geben noch Jahrtausende später lebensgefährliche Strahlung ab. Ohne sicheres Endlager ist Atommüll eine schwere Belastung für Deutschland und dem Rest der Welt. Würden wir den Atommüll in ein unsicheres Endlager (oder Zwischenlager) lagern könnten Spuren an den Boden und somit auch an das Trinkwasser abgegeben werden. Nach der Zeit würde eine immer größere Fläche kontaminiert werden. Durch Lebensmittel und Wasser würden wir die gefährlichen Radioaktiven Stoffe zu uns nehmen. Nach und nach wäre in Deutschland keine Landwirtschaft mehr möglich sein und die Anzahl der Krebs Erkrankungen rapide steigen. Die Volkswirtschaftlichen Auswirkungen währen fürchterlich.

Es gibt nachweislich kein sicheres Endlager für Atommüll.
„Für die Lagerung des hochradioaktiven Atommülls gibt es weltweit keine Lösung.“ (Quelle: tatsachen Seite 2 Zeile 8)

Höchstens kurzfristige Zwischenlager bei denen man nicht voraussehen kann wie lange diese wirklich von der Umwelt verschlossen sind.
„Eine sichere Lagerung für mindestens eine Million Jahre kann derzeit nirgendwo garantiert werden.“ (Quelle: tatsachen Seite 2 Zeile 14)
In Deutschland wird ein Zwischenlager, was als sicher galt, wegen eindringendem Wasser geräumt.
„Gestern gab das Bundesamt für Strahlenschutz (Bfs) bekannt, dass der radioaktive Abfall aus dem maroden Atommülllager bei Wolfenbüttel geborgen wird.“ (Quelle: MZ 16 am 17. Januar 2010 Seite 1 Zeile 5-10)
„Asse sollte das Pilotprojekt für eine sichere Endlagerung sein. Nun dringen dort täglich rund 12.000 Liter Wasser von allen Seiten ein und lockern das poröse Salz weiter auf.“ (Quelle: tatsachen Seite 2 Zeile 12-13)
Volkwirtschaftliche Auswirkung:
Deutschland muss schon mit dem Atommüll kämpfen welcher die letzen Jahre sich angesammelt hat. Jede weitere Tonne würde das Problem der Endlagerung vergrößern. Deutschland könnte sich gezielt auf die Forschung der Beseitigung des Atommülls spezialisieren. Zunächst würde sie das große Problem der Bundesrepublik lösen aber auch Wissen für die ganze Welt liefern. Irgendwann könnte es auch soweit sein das die sichere Endlagerung von Atommüll keine Frage mehr ist und Atomenergie unter neuen Voraussetzungen aufersteht.

Problem: Ich sehe hier keine Probleme aber ich möchte auf etwas Hinweisen:
Der Atommüll welcher bei einer geringen Laufzeitverlängerung entstehen würde wäre zur jetzigen angesammelten Menge fast nicht erwähnenswert.
Eigene Meinung:
Ohne sicheres Endlager wäre es unverantwortlich Atomkraftwerke weiter laufen zu lassen.
„Zudem gibt es nach wie vor weltweit keine Möglichkeit, den hochgiftigen radioaktiven Atommüll sicher endzulagern.“ (Tobias Riedl, Greenpeace Atomexperte)
„Das Entsorgungsproblem für Atommüll ist völlig ungelöst.“ (Prof. Dr. Hubert Weiger Landesvorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern e. V.)

Info: Es gibt einige weniger oder gleichwertigen Argumente aber alle aufzuzählen und zu bearbeiten würde den Rahmen eines Fachreferats sprengen.

4. Fazit und Schlusswort

Zunächst, als ich mir dieses Thema ausgesucht hatte, dachte ich für mich ist die Frage Laufzeitverlängerung klar. Aber durch Monatelanges recherchieren, nachdenken, diskutieren und sogar philosophieren war diese Frage gar nicht mehr so einfach. Ich war in einer Zwickmühle. Ich verstand beider Seiten Argumente. Es schaute aus als würde ich mich für ein Unentschieden entscheiden aber ein Argument, welches meine politische Laufbahn schon immer verfolgte, drang sich wieder im Vordergrund. Egal wie billig der Strom, Co2-sauber die Energiegewinnung und wie gering die Strahlung außerhalb eines Atomkraftwerks ist eines ist und wird lange ungelöst bleiben. Das Problem des Endlagers und für mich bedeutet Endlager nicht einfach Atommüll in die Erde einzubuddeln wie nach dem Sprichwort „Aus den Augen aus dem Sinn“. Ich nutze hier ganz ungeniert den Klassiker aller Atomkraftgegner: „Atomkraft ist wie ein Flugzeug welches startet aber es keinen Landeplatz gibt.“ Ich möchte später mich nicht verteidigen müssen dass wir nicht gegen diesen Missstand aufgestanden sind. Deswegen plädiere und kämpfe ich für ein Atomfreies Deutschland. Dies bedeutet nicht dass ich eine Laufzeitverlängerung ablehne. Zunächst sollten die älteren und fehlerhaften Atomkraftwerke vom Netz gehen die neuern, und somit sicheren, Kraftwerke sollen gern noch ein paar Jahre laufen um den Übergang in ein Ökostrom Zeitalter zu vereinfachen. Wir sind an einem Punkt angekommen wo Idealismus uns nur bedingt voran bringt wenn er uns nicht zurück wirft. Ich will nicht behaupten dass meine Meinung die einzigste richtige ist deswegen will ich diese Arbeit hiermit beenden. Lasst euch alle Argumente durch den Kopf gehen und Infomiert euch und entscheidet am Ende selbst, ohne Ideologie und mit freien Gewissen. Aber schlussendlich kann man die Frage beim ersten Punkt nicht beantworten. Es ist einfach zu komplex um es so einfach zu benennen.

5. Anhang

Zunächst werde ich einige Quellen näher Erleutern.

Zukunfts!Fragen ist eine Anzeigensonderveröffentlichung des Deutschen Atomforums e.V. welche Monatlich erscheint und ihr Ziel ist Atomkraft als sicher und als die Zukunft darzustellen.

Klimaschutz und Energieversorgung in Deutschland 1990-2020 ist eine Studie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e.V. welche zum Klimaschutz und zur Energieversorgung Deutschlands betrieben wurde. Sie sieht die Energiefrage nur aus der Sicht der Physik und ist im Grunde Ideologie frei.

Die Greenpeace Nachrichten sind wie der Name schon sagt eine Mitgliederzeitung für Greenpeace Förderer. Sie versucht ihre Mitglieder über Missstände aufzuklären, die Verwendung ihrer Gelder zu zeigen und ihre Mitstreiter mit Argumente auszurüsten.
Tatsachen ist ein Blatt vom Bund Naturschutz in Bayern e.V. welches ihre Mitglieder aufrütteln, sie mit Argumenten ausstatten und Unentschlossene bekehren soll.

Andere Quellen sind selbstklärend


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Eine Antwort zu Die Volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken

  1. Strom ohne Atom schreibt:

    Danke für die übersichtliche Darstellung, dann hat man wenigstens schön Munition, wenn mal wieder einer mit solchen dämlichen Behauptungen kommt.

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