Der einzige Wunsch

„Was wünscht du dir den?“ fragte mich ein unbekannter Mann.Es war kurz vor 24 Uhr und zuerst verstand ich nicht was er wollte bis ich begriff das er meine Geburtstagswünsche wissen wollte.Nur noch ein paar Minuten und ich hätte zwei Dekaden hinter mir. Wenn es gut kommt ¼ meines Lebens. Nun war ich bald alt und trotzdem jetzt schon mit einer Frage überfordert. Was wünsche ich mir den? Egal wie sehr ich meinen Kopf zerbrach ich kam immer nur auf eine Antwort. Es gab nur einen Wunsch. Ich ließ die Frage unkommentiert und wechselte das Thema. Warum redete ich eigentlich mit fremden Menschen wenn ich hier doch mit meinen Dad und einen Haufen Freunde da war? Ich entschied, das ich darüber nicht nachdenken würde und drängelte mich vor zur Band welche endlich zum spielen begann. Null Uhr. Mir war es egal. Ich lauschte der Musik und nach ein paar Minuten ging ich meinen Kumpel beglückwünschen welcher zufälligerweise am gleichen Tag seinen Geburtstag hatte. Dann kamen die ersten Gratulanten und bevor ich es begriffen hatte war es schon wieder vorbei. Durch Abbruch des Konzertes wurde ich gezwungen nüchtern die Bar zu verlassen was mir einen klaren Schädel aber zu vielen Gedanken bescherte.  Nach ein paar Schritten kam die Nächtliche Gefahr: Der Heißhunger. Zwei Curry Würsten und einen Haufen Pommes später war mein Hunger gestillt und mein Gewissen geplagt aber dieses Harmonische Zusammen mit meinem Vater gefiel mir, komischer Weise, trotzdem sehr gut. Erster Anruf. Sie war es. Ich wusste nicht was ich sagen sollte freute mich aber umso mehr. Sie scheinbar nicht. Verständlich. Nach einer kleinen U-Bahn Odyssee endlich Daheim. Ich wollte nur noch schlafen. Vergeblich. Dafür wollte ich am nächsten Tag nicht mehr aufstehen. Aus dem Morgen wurde irgendwann Mittag und nach dem Frühstück und einigen Glückwünschen entschied ich dass ein Zoo Besuch das richtige für mich wäre. Tiere regen mit ihrem Verhalten, sogar nur mit ihrer Präsenz, zum Nachdenken an was mir einen schönen aber auch melancholischen Nachmittag bescherte. Nach teurer und exklusiven Eigen Fütterung machten sich meine Schwester und meine Wenigkeit zur Partynacht bereit. Am Ende endeten wir in einer Cocktailbar. Ich hatte mal wieder zu wenig getrunken aber das hinderte mich nicht daran das Kind raus zulassen und alle Blicke auf mich zu ziehen.  Aus Prinzip kauften wir uns einen Döner welcher, Gott sei Dank, wirklich sehr gut schmeckte. Das war mein Tag. Mein 20ter Geburtstag. Im Grunde fing er mit einer Curry Wurscht an und endete mit einem türkischen berlinerischen Meisterwerk. Er war einfach nur schön aber wie ich jetzt um halb 5 in der früh am Boden meiner Wohnung liegend feststellen muss, wurde mein einziger Wunsch einfach nicht erfüllt.

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