Die Stellung des Alien im Kosmos

Max Schelers philosophische Anthropologie angewendet an „neuen“ und potenziellen Lebewesen

 

Max Scheler und die philosophische Anthropologie

 

Was macht den Menschen aus? Was ist der Mensch? Was unterscheidet den Menschen von allem anderen? Diese Fragen, in variablen Formen, beschäftigen die Menschen und somit die Philosophie schon sehr lange. Selbst im der alten Griechenland wurde sie gestellt und die Antwort sahen die Philosophen im Logos, dem Verstand. Mit dem Siegeszug des Christentums in Europa, aus dem Judentum kommend, wurde die Idee eines Schöpfergottes immer populärer und damit der Glaube an den Menschen als Abbild und höchste Schöpfung Gottes. Die Philosophie beschäftigte sich mit beiden Vorstellungen und tendierte mal mehr zur einen und mal mehr zur anderen. Max Scheler, ein Philosoph und Soziologe, widmete sich am Anfang des 20. Jahrhunderts auch der Frage nach dem Menschen. Er stellte fest, dass in Europa drei widersprüchliche Vorstellungen über den Menschen sehr populär waren und oft gleichzeitig in einer Person existierten. Die zwei schon genannten und eine dritte, modernere, die den Menschen als ein Naturwesen, als Wesen der tierischen Evolution, definierte. Für ihn musste sich dieser Widerspruch auflösen und die ganze Frage nach dem menschlichen Sein von vorne beginnen. Es fehlte ein einheitliches Menschenbild und dies war dem Menschen nun auch bewusst. Dies ermöglichte zum ersten Mal eine unvoreingenommene, auf Ergebnissen unterschiedlicher Teildisziplinen der Wissenschaft aufbauende, Suche nach der Stellung des Menschen im Kosmos.[1]

Dies war auch der Titel eines kompakten Buches, basierend auf einen Vortrag, welches kurz vor Schelers frühen Tod 1928 erschien. Es sollte nur eine  komprimierte Zusammenfassung und ein Vorläufer eines größeren Werks über die philosophische Anthropologie sein.[2] Obwohl er sein Werk nicht vollendete,  gilt er als (Mit)Begründer dieses neuen Forschungsfeldes.[3] Scheler sah die Notwendigkeit einer philosophischen Anthropologie nicht nur wegen der widersprüchlichen Menschenbilder, sondern auch weil er das traditionelle Selbstverständnis des Menschen im Ganzen erschüttert sah. Die philosophische Anthropologie war für ihn ein Versuch der Selbstvergewisserung nach einem Identitätsverlust.[4] Nach der Christianisierung der europäischen Philosophie war diese drei großen Erschütterungen ausgesetzt: 1. Das geozentrische Weltbild wurde widerlegt. 2. Das Aufkommen der naturwissenschaftlichen Forschung und damit die Biologie des Menschen als Teil der Evolution. 3. Entdeckung des Unbewussten bei Freud und damit die Widerlegung der inneren Einschätzung des Menschen als Grundlage allgemeingütiger Erkenntnisse.[5] Scheler wollte die Philosophie aus ihrer mystisch-religiösen Vergangenheit lösen[6] und eine neue Menschvorstellung ohne einen Gottesbezug entwickeln.[7] Dabei soll die philosophische Anthropologie die Aufgabe eines philosophischen Unterbaus für die anderen Felder der Anthropologie übernehmen und empirische Befunde über den Menschen und das Leben philosophisch deuten. Das Ziel war es, auf der einen Seite die Philosophie auf den neusten wissenschaftlichen Stand zu bringen[8], auch wenn diese als Überblickswissenschaft immer den Spezialwissenschaften hinterher hinken würde [9], und auf der anderen Seite die naturalistische Einseitigkeit der Anthropologie aufzuheben.[10]

Dies war die erste Aufgabe der anthropologischen Philosophie für Scheler, die zweite war die Beantwortung der Frage nach der menschlichen Identität.[11] Um diese überhaupt beantworten zu können, musste ein Bruch mit der philosophischen Tradition stattfinden, welcher er auch vollzog.[12] Dabei lehnte er fünf Ideen über den Menschen ab: 1. Die jüdisch-christliche als Gottes Abbild 2. Die griechisch-antike mit der Vernunft im Mittelpunkt 3. Die naturalistisch-positivistische 4. Die romantisch-pessimistische mit der Vernunft als Sackgasse des Lebens und der Verherrlichung des Triebes. 5. Nietzsches Übermensch.[13] Es blieb keine klassische Argumentation mehr übrig, um die Sonderstellung des Menschen zu rechtfertigen bzw. überhaupt die Stellung des Menschen im Sein festzustellen. Nun gab es zwei mögliche Konsequenzen: Die erste wäre eine rein biologische Unterscheidung zwischen Menschen und anderen Lebewesen, welche bei einem Mensch-Tier-Vergleich keine harten Grenzen finden könnte[14]. Dann gäbe es keine Sonderstellung des Menschen. Diese Vorstellung lehnt Scheler als destruktiv ab.[15] Denn von einer Sonderstellung des Menschen gehen Scheler und die philosophische Anthropologie aus.[16] Die andere mögliche Konsequenz wäre, ganz von vorne zu beginnen und die unterschiedlichen Lebensformen erneut zu untersuchen und die Unterschiede zwischen diesen und den Menschen neu zu formulieren.

Aktualität Schelers Denken: neue Lebensformen

 

Arnold Gehlen, der Scheler in vielen Punkten kritisierte, sah dessen Genialität in der Erschaffung etwas Neuem, was sehr selten in der Philosophie vorkommt.[17] Schelers Dekonstruktion der philosophischen Vorstellungen über den Menschen war zu seiner Zeit notwendig und überfällig. Die gesamte philosophische Anthropologie baut auf Schelers Forschung auf und hat eine hoch philosophisch geschichtliche Bedeutung. Dies gab auch Gehlen zu.[18] Dabei waren Schelers Schriften immer etwas Dynamisches, voller unvollendeter Gedankengänge, die bewusst so angelegt waren, damit Leser*innen wie auch Scheler selbst weiter denken konnten.[19] Scheler war es wichtig, die Aktualität in sein Denken mit einzubeziehen, denn nur dann könne Philosophie die Realität behandeln und verstehen.[20] Diese Aktualität macht die Philosophie und auch Schelers „Die Stellung des Menschen im Kosmos“ angreifbarer[21], allerdings sind genau solche Arbeiten wichtig um die Philosophie weiterzuentwickeln.

Max Schelers philosophische Anthropologie hat nichts an dieser Aktualität eingebüßt. Die Frage nach der Stellung des Menschen ist sogar noch aktueller denn je. Oder besser ausgedrückt: Die Menschen werden sich in nicht allzu ferner Zukunft dieser Frage wieder stellen müssen. Scheler wollte wissen, was den Menschen von anderen Lebensformen, grob vereinfacht von Pflanzen und Tieren, unterscheidet. Die aktuelle und zukünftige Menschheit muss diesen Vergleich mit potenziellen „neuen“ Lebensformen durchführen.  Dabei geht es weniger um eine Einzigartigkeit des Mensch, sondern vielmehr darum, ab wann etwas ein Mensch/menschähnlich  ist und ab wann nicht mehr.  Den Status „Mensch“ zu haben, hat gesellschaftlich große Auswirkungen und ist mit vielen Rechten wie auch Pflichten verbunden. „Neuen“ bzw. potenziellen Lebensformen dies ab- bzw. zuzusprechen hat unter anderem moralische und rechtliche Konsequenzen.  Wie sehen diese „neuen“ oder potenziellen Lebewesen aus? Dabei ist die Definition des Begriffes Lebewesen eher zweitranging. Es geht um (mögliche) Konstrukte, welche potenziell menschenähnlich sein können. Dies beinhaltet von Menschen geschaffene anorganische „Wesen“ wie Roboter, Androiden und Computer. Zwar kann ihre Zusammensetzung aus anorganischem Material als Argument gegen ihrer Einteilung als Lebewesen genutzt werden, aber wenn die Bestandteile aus organischen Material[22] geschaffen werden, wird deutlich wie schwach und schwierig eine solche Unterscheidung zu Lebewesen ist. Diese Unterscheidung könnte sein, das diese von Menschen geschaffen sind, aber auch dieses Argument ist haltlos, wenn die Klon-Thematik betrachtet wird. Zwar werden Klone bis jetzt auch geboren, was sie zu Robotern etc. unterscheiden, aber die Entwicklung künstlicher „Gebärmütter“ wird auch dies verändern können.[23] Ist ein geklonter Mensch ein Mensch, auch wenn er nicht natürlich geboren wurde? Noch schwieriger wird die Fragestellung bei Cyborgs, also Menschen die künstliche Bestandteile haben, Mensch-Maschinen Hybride. Bei Herzschrittmachern oder Cochlea Implantaten wird die Definition als Mensch noch nicht hinterfragt, aber wo ist die Grenze? Ab wie viel Prozent künstlichen Anteilen handelt es sich nicht mehr um einen Menschen? Wie verhält es sich wenn die künstlichen Bestandteile aus organischem Material mit Hilfe eines 3D-Druckers entstanden sind?[24] Wie sieht es mit potenziellen Lebewesen aus, erschaffen vom Menschen, die körperlos sind bzw. deren Körper austauschbar oder so vielteilig sind, dass eine direkte Zuordnung zu einer festen Hülle nicht möglich ist? Beispiele dafür sind künstliche Intelligenzen oder Computernetzwerke (Programme). Die letzte zu untersuchende Gruppe ist die, der nicht vom Menschen erschaffenen potenziellen Lebewesen. Diese könnten auch unbekannte irdische Lebewesen sein, deren Existenz sehr unwahrscheinlich ist. Die Existenz außerirdischen Lebens, auch intelligenten Leben, hingegen ist mathematisch sehr wahrscheinlich, auch wenn ein wirklicher Kontakt in absehbarer Zukunft nicht stattfinden wird.[25] Aber ab wann würden den sogenannten Aliens Menschenrechte zugesprochen? Mit dem heutigen Wissen über den Kosmos, dem technischen Fortschritt und Überlegungen über potenzielle Entwicklungen, wird die Frage darüber, was den Menschen auszeichnet wieder aktuell. Die Kontroverse, ab wann ein Lebewesen Mensch(ähnlich) ist oder es den Status „Mensch“ verliert, ist eine schwere. Max Schelers Überlegungen zur Sonderstellung des Menschen kann ein Zugang zur Auflösung dieser sein.

Die Konsequenzen des Gewinns oder dem Verlust der Zuordnung als Mensch(ähnlich) werden nicht betrachtet, sondern welche Kriterien erfüllt werden müssen, damit potenzielle oder „neue“ Lebewesen Anteil haben an der Sonderstellung des Menschen. Ausgeklammert wird auch die Diskussion wie diese Lebewesen diese Kriterien erfüllen können.

 

Metaphysik und philosophische Anthropologie: Die Welt des Menschen

 

Max Scheler folge der zweiten möglichen Konsequenz der Widerlegung der Menschenbilder, nämlich die erneute Untersuchung der Unterschiede der Lebewesen. Dabei versuchte er den kleinsten gemeinsamen Nenner, welcher alles Leben teilt, zu finden. Dies fand er am deutlichsten in der Pflanze.[26] Er erkannte dabei, dass es verschiedene Stufen des Lebendigen gibt. In der ersten ist charakterisierend der Gefühlsdrang, dort existieren kein Bewusstsein, keine Vorstellungen oder ähnliches. Dort kann nur die Fortpflanzung und das Wachstum beobachtet werden. Diese Stufe ist die Grundlage alles Lebendigen. Stufe zwei ist der Instinkt. Hier ist das angeborene und vererbte Verhalten, welches zu Arterhaltung dient, angesiedelt. Diese Stufe erreichen alle Tiere. Die dritte Stufe, dem assoziativen Gedächnis, findet sich nur bei höheren entwickelten Tieren. Hier  werden Gewohnheiten entwickelt die das Leben erleichtern. Das Verhalten verändert sich anhand von „Feedback“. Das Prinzip von „Trial and Error“ wird vom Lebewesen angewendet. Die letzte Stufe ist die der praktischen Intelligenz. Dort kommt es zu sinnvollen Reaktionen auf neue Situationen. Auch die Wahlfreiheit ist hier angesiedelt.[27] Der Mensch hat all diese Stufen des Lebendigen, ist aber selbst auf der letzten nicht alleine. Auch andere hoch entwickelte Säugetiere haben praktische Intelligenz. Eine Sonderstellung kann davon nicht abgeleitet werden.[28]

Die Unterscheidung sieht Scheler darin, dass der Mensch das einzige Lebewesen ist welches nicht nur eine Umwelt besitzt, sondern auch eine Welt. Das Tier hingegen ist „Umweltgebunden.“[29] Der Mensch kann sich, im Gegensatz zum Tier, von seiner eigener Umwelt und seinen Trieben lösen.[30] Diese Fähigkeit nennt sich die „Weltoffenheit“ des Menschen. Sich von der Abhängigkeit des organischen Körper zu lösen.[31] Dies ist der Punkt bei dem Schelers philosophische Anthropologie in die Metaphysik übergeht. Die „Stellung des Menschen im Kosmos“ ist somit auch Teil Schelers Metaphysik.[32] Gehlen kritisiert den Einfluss der Metaphysik in Schelers Gedanken.[33] Paul Good sieht diese Kritik als haltlos, besonders weil Gehlen nicht argumentativ belegt, warum die philosophische Anthropologie ohne Metaphysik auskommen müsse und warum die Metaphysik Schelers Gedankenmodell in diesem Fall schaden würde.[34] Der Mensch kann sich nämlich die Natur vergegenständlichen. Somit kann er sich selbst nicht mehr als Teil dieser betrachten.[35] Das Zentrum muss somit außerhalb des Lebens liegen.[36] Dies ist nach Scheler das Personenzentrum, welches selbst gegenstandsunfähig ist und das Aktzentrum des Geistes.[37]

Geist ist für Scheler mehr als nur Intelligenz, Vernunft und ähnliches, obwohl all diese Teile davon sind.[38] Der Geist ist für ihn das Spezifische des Menschen[39] Dieser besteht aus Geist und den vier Stufen des Lebendigen, dem Drang. Dies muss aber als Einheit gesehen werden und nicht als Zusammenspiel zweier einzeln zu betrachtender Teile.[40] Den Dualismus nach Descartes lehnt Scheler ab.[41] Der Drang ist notwendig für den Menschen als Antrieb für den Geist.[42] Der Geist hat aus sich heraus keine Kraft und ist machtlos. Mit Hilfe der Sublimierung, eine indirekte Lenkung des Dranges, kann der Geist aktiv werden.[43] Die Metaphysik Schelers philosophischer Anthropologie ist aber nur bedingt notwendig für den Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit, und deswegen wird der Exkurs in diese nicht weiter vertieft.

Wichtiger sind die Konsequenzen aus der Existenz des Geist, welches den Menschen und das Tier unterscheidet, also die Suche nach den Monopolen des Menschen.[44] Der Mensch ist fähig zu einem geistigen Interesse, besitzt somit eine Art Neugier.[45] Er kann auch seine eigenen Zustände vergegenständlichen, hat ein Selbstbewusstsein. Das Tier kann eigene Zustände zwar wahrnehmen, dies passiert aber nicht bewussst.[46] Eine aufgezeichnete Geschichte ist nur bei dem Menschen bekannt und möglich. Dies ist bei Scheler die Unterscheidung von Tradition und Überlieferung. Ersteres trifft auch bei Tieren auf und benötigt keine geistige Abstraktion. Die Überlieferung hingegen ist ausschließlich menschlich.[47] Sich von sich selbst lösen beinhaltet auch die Möglichkeit insgesamt sich vom Leben zu lösen. Diese Fähigkeit fehlt dem Tier. Es muss immer das Leben und somit auch das Leiden bejahen. Als einziges bekanntes Lebewesen kennt der Mensch den Selbstmord.[48] Der Mythos sich kollektiv umbringender Lemminge ist zwar weitverbreitet, aber widerlegt.[49]

 

Die Sonderstellung des Alien

 

Die Sonderstellung des Menschen im Kosmos ist eine vorrübergehende. Scheler stellte sich die Frage weiterer Lebewesen kaum. Aber er lehnte auch nicht die Existenz weiterer Geisterwesen ab. Selbst seine Definition des werdenden Gottes basiert auf dieser Einteilung.[50] Die Einzigartigkeit des Menschen ist nur zeitlich beschränkt bis wir weitere Lebewesen entwickeln oder kennenlernen, die auch Geist und Drang in sich vereinen. Scheler lehnte eine Definition des Menschen ab. Es ist sogar unmöglich. Er geht so weit, dass ein definierter Mensch keine Bedeutung hätte.[51] Somit entkoppelte er das Menschsein teilweise von der Entstehung und der Zusammensetzung des Körpers. Ein Mensch muss nicht natürlich geboren oder 100 Prozent organisch sein um als Mensch zu gelten. Ein Klon ist somit immer ein Mensch, auch aus einer künstlichen Gebärmutter. Der Cyborg hingegen ist ein wenig schwieriger, da der Geist nicht körperlich verortbar ist. Der Austausch der meisten Körperteile oder Organe, wie auch die mechanischen Erweiterungen, sollte aber Drang und Geist nicht gefährden. So kann jeder heute existierende und fast alle potenziellen Cyborgs Menschen genannt werden. Bei Robotern und Computern stellt sich die Frage, ob sie Menschen sind nicht, aber doch, ob sie menschähnlich sein können. Aber selbst diese ist verfrüht. Zunächst müssen diese nämlich nach Scheler lebendig sein um überhaupt den notwendigen Drang zu haben. Lebendig ist etwas schon, wenn der Gefühlsdrang existiert, also auch eine Fortpflanzung und Wachstum. Um einen menschenähnlichen Drang haben zu können, müssen aber noch die anderen drei Stufen des Seins erreicht werden. Roboter und Computer brauchen somit Instinkt, assoziatives Gedächtnis und praktische Intelligenz und erst dann kann die Frage der „Weltoffenheit“ gestellt werden. Bei Androiden ist dies auch der Fall. Hier ist die Problematik, dass es sich hier um Roboter handelt, welche dem Menschen nacherfunden werden. Die Grenze zum Menschen kann hier verschwimmen, besonders wenn der Android organische Bestandteile hat. Cyborgs und Androiden können dann nur noch anhand ihres Ursprungs unterschieden werden. Aber ob Androide nur menschähnlich oder doch auch Mensch sein können, ist mit Schelers philosophischen Anthropologie nicht zu beantworten. Ob und wie weit künstliche Intelligenzen, Programme oder Netzwerksysteme als potenziell menschähnlich gesehen werden können, wird auch mit Scheler nur unzureichend beantwortet. Die ausschlaggebende Fähigkeit, welche den Menschen zum Geisteswesen macht, ist das Lösen von der Abhängigkeit des Körpers. Zwar besitzt diese Gruppe potenzieller Lebewesen „Körper“, diese sind aber sehr austauschbar und beliebig erweiterbar. Ob es hier zu einem körperbezogenen Drang kommen kann ist fraglich. Da ein Geist aber ohne Drang nicht existieren kann, ist es nach Scheler dann nicht möglich sie als menschähnlich zu verstehen. Scheler würde ihnen dann auch jegliche Lebendigkeit absprechen. Unbekannte irdische und außerirdische Lebewesen wären per Definition schon mindestens auf der Stufe des Gefühlsdrangs. Auch die restlichen Stufen sind universal gedacht. Das auf einem Planeten eine der Stufen ausgelassen wird oder neue Stufen hinzukommen, ist schwer vorstellbar. Ob Aliens sich von der Welt lösen können und eine Einheit von Geist und Drang bilden, kann ohne Kommunikation mit ihnen nur Anhand von Beobachtungen erahnt werden. Zeigen sie eine geistige Neugierde bzw. betreiben Forschung? Existiert bei ihnen ein Selbstbewusstsein? Dies gäbe ihnen die Fähigkeit ihren eigenen Zustand zu beschreiben und zu deuten. Besitzen sie eine Überlieferung und nicht nur Traditionen? Schriftzeichen oder auch Kunst wären sichtbare Kennzeichen dafür. Tritt bei den Alien das Phänomen der Selbsttötung, also die Verneinung von Leben und Leiden auf?

Martin Heidegger, ein nicht gerade unbekannter Philosoph, hielt zu Beginn des Sommersemesters 1928 vor seiner Vorlesung einen Nachruf auf Max Scheler. Er trauerte um einen Menschen, aber auch um einen großen, außergewöhnlichen Philosophen, dessen Wesen unter anderem durch die Totalität seines Fragens, aber auch der Witterung für neu aufbrechende Möglichkeiten geprägt war.[52] Scheler selbst sah das Menschenbild wahrscheinlich nicht bedroht durch andere oder potenzielle Lebewesen, trotzdem  kann seine philosophische Anthropologie in diese Diskussion angewandt werden. Dies lässt die Genialität und Aktualität Schelers Philosophie erkennen und lässt einen auch heute noch seinen frühen Tod bedauern. Es zeigt aber auch, dass Heideggers Einschätzung am Ende seines Nachrufs falsch war. Er sah den Rückfall eines Weges der Philosophie ins Dunkel, aber selbst heute kann Scheler den Weg zu neuer Erkenntnis leuchten.

Scheler lag aber unwissentlich mit dem Titel seines Buches daneben. Es ist nämlich mit dem Aliensein so ähnlich wie mit dem Status als Ausländer, fast überall ist jeder Mensch einer.

[1] Vgl. Max, Scheler,  2010: „Die Stellung des Menschen im Kosmos“ Nach der 3. Durchges. Auflage 1995 der Gesammelten Werke Bd. IX, Manfred Frings (Hrsg.), Bonn: Bouvier,  S. 7.

[2] Vgl. Hans Joachim, Schoeps, 1975: „Die Stellung des Menschen im Kosmos“, in Max Schler – Im Gegenwartsgeschehen der Philosophie, S. 189-197, Paul Good (Hrsg.), Bern: Francke, S. 190;

Manfred, Frings, 1981: „Max Scheler: Drang und Geist“, in Grundprobleme der großen Philosophen – Philosophie der Gegenwart II, 2. Ergänzte Auflage, S. 9-42, Josef Speck (Hrsg), Göttinggen: VTB Vandenhoeck & Ruprecht, S. 15;

Heinz, Leonardy, 1994: „Es ist schwer, ein Mensch zu sein – Zur Anthropologie des späten Scheler“, in Phänomenologische Forschung 28/29  Studien zur Philosophie von Max Scheler – Internationales Max Scheler Colloquium: Der Mensch im Weltalter des Ausgleich – Universität zu Köln 1993, S. 70-93, Ernst Wolfgang Orth und Gerhard Pfafferott (Hrsg.), Freiburg/München: Karl Alber, S. 72.

[3] Vgl. Angelika, Sander, 2001: „Max Scheler – zur Einführung“, Hamburg: Junius, S. 8 & S. 119,

Hein, Von Alemann, 1994: „Helmut Plessner, Max Scheler und die Enstehung der Philosophischen Anthropologie in Köln – Eine Skizze“, in Phänomenologische Forschung 28/29  Studien zur Philosophie von Max Scheler – Internationales Max Scheler Colloquium: Der Mensch im Weltalter des Ausgleich – Universität zu Köln 1993, S. 10-34, Ernst Wolfgang Orth und Gerhard Pfafferott (Hrsg.), Freiburg/München: Karl Alber, S.10 -11.

[4] Vgl. Sander S. 120

[5] Vgl. Ram Adhar, Mall, 1994: „Schelers Idee einer werdenden Anthropologie und Geschichtsteleologie“, in Phänomenologische Forschung 28/29  Studien zur Philosophie von Max Scheler – Internationales Max Scheler Colloquium: Der Mensch im Weltalter des Ausgleich – Universität zu Köln 1993, S. 35-69, Ernst Wolfgang Orth und Gerhard Pfafferott (Hrsg.), Freiburg/München: Karl Alber, S. 36 – 37;

Paul,  Good, 1998: „Max Scheler – Eine Einführung“, Düseldorf/Bonn: Parerga, S. 81.

[6] Vgl. Mall S.36.

[7] Vgl. Sander S. 122, Schoeps S. 190.

[8] Vgl. Sander S.123.

[9] Vgl. Leonardy S. 77.

[10] Vgl. Schoeps S. 190.

[11] Vgl. Sander S. 123.

[12] Vgl. Sander S. 124.

[13] Vgl. Good S. 51.

[14] Vgl. Sander S. 126.

[15] Vgl. Sander S. 128.

[16] Vgl. Sander S. 125.

[17] Vgl. Gehlen S. 184.

[18] Vgl. Gehlen S. 188.

[19] Vgl. Paul, Good , 1975: „Vorwort“, in Max Scheler – Im Gegenwartsgeschehen der Philosophie, S.  7-8, Paul Good (Hrsg.), Bern: Francke, S. 7.

[20] Vgl. Leonardy S. 92.

[21] Vgl. Sander S. 12.

[22] Ein Beispiel wäre: Ayleen, Schweiß, Cyborg mal anders: Roboter mit organischen Muskeln, heise online, 19 Juli  2016, http://www.heise.de/newsticker/meldung/Cyborg-mal-anders-Roboter-mit-organischen-Muskeln-3272431.html, Zuletzt Aufgerufen am: 30.09.2016

[23] Vgl. Marie, Mandy, Die künstliche Gebärmutter – Maschine statt Mama, arte, Frankreich 2010, https://www.youtube.com/watch?v=bVh35pDmvp0, Zuletzt Aufgerufen am: 30.09.2016.

[24] Dennis Kluge, Revolution in der Medizin? Das Herz aus dem 3D-Drucker, n24.de, 22 November  2013, http://www.n24.de/n24/Wissen/Gesundheit/d/3881284/das-herz-aus-dem-3d-drucker.html , Zuletzt Aufgerufen am: 30.09.2016

[25]Florian Freistetter, Wie wahrscheinlich ist die Existenz von Aliens?, scienceblogs, 28 September 2013, http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/09/28/wie-wahrscheinlich-ist-die-existenz-von-aliens/, Zuletzt Aufgerufen am: 30.09.2016

 

[26]Jan H., Nota S. J., 1995: „Max Scheler Der Mensch und seine Philosophie“. Friedingen a.D.: Börsig. S. 166.

[27] Mall S.  49 -50, Good 52 -53, Nota S. 166-167

[28] Mall S. 50, Schoeps S. 190, Good S. 52.

[29] Vgl. Mall S. 51, Nota S. 167.

[30] Vgl. Sander S. 132, Schoeps S. 191.

[31] Vgl. Sander S. 137, Mall S. 51 & 53;

Arnold, Gehlen, 1975: „Rückblick auf die Anthropologie Max Schelers“, in Max Scheler – Im Gegenwartsgeschehen der Philosophie, S. 179-188, Paul Good (Hrsg.), Bern: Francke, S. 184.

[32] Vgl. Sander S. 135; Gehlen. S. 179.

[33] Vgl. Gehlen S. 179 & 180.

[34] Vgl. Good S. 51-52.

[35] Vgl. Sander S. 137, Mall S. 53, Gehlen S. 182 -183.

[36] Vgl. Mall S. 51, Gehlen S. 180.

[37] Vgl. Mall S. 52, Nota S. 170, Frings S. 12, Schoeps S. 191, Good S. 53.

[38] Vgl. Mall S. 51, Schoeps S. 190.

[39] Vgl. Mall S.51.

[40] Vgl. Sander S.138, Leonardy S.89.

[41] Vgl. Leonardy S.88, Sander S. 129, 130 & 136, Good S. 51, Frings S. 27.

[42] Vgl. Leonardy S. 87, Gehlen S. 181, Nota S 168, 170 & 171.

[43] Vgl. Good S. 52 – 54.

[44] Vgl. Sander S. 140.

[45] Vgl. Sander S.140, Gehlen S. 185.

[46] Vgl. Mall S. 53, Nota S. 167.

[47] Vgl. Gehlen S. 187.

[48] Vgl. Nota S. 172, Gehlen S. 183 & 185, Schoeps S. 191 -192.

[49] Kollektiver Selbstmord der Lemminge: Disney-Erfindung oder Tatsache?, daswissenblog.de, http://www.daswissensblog.de/kollektiver-selbstmord-der-lemminge-disney-erfindung-oder-tatsache//, Zuletzt Aufgerufen am: 30.09.2016.

[50] Vgl. Leonardy S. 71.

[51] Vgl. Sander S. 137.

[52] Vgl. Martin, Heidegger, 1975: „Andenken an Max Scheler“ Nachruf von 21. Mai 1928, in Max Scheler – Im Gegenwartsgeschehen der Philosophie, S.  9, Paul Good (Hrsg.), Bern: Francke.

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Brief an Ulrike

Liebe Ulrike,

Ich schreibe dir diesen Brief, weil ich sonst keine Möglichkeit habe mit dir zu reden. Ja, Ich weiß, ich rede nun auch nur mit mir selbst, aber das ist doch egal. Dir ist es auf jeden Fall egal. Seit du weg bist hat sich viel verändert und irgendwie ist auch alles gleich geblieben. Die Menschen sind immer noch dumm und ich habe auch immer noch nicht meinen Bachelor. Ich „arbeite“ zwar schon an dem zweiten aber noch nicht intensiv genug. Das erste habe ich irgendwie aufgegeben. Ich bin kein Politiker mehr. Ich bin nur noch Politikwissenschaftler und das bin ich auch noch nicht richtig. Ich bin aus gutem Grund vor einem Jahr aus der Piratenpartei ausgetreten, innerlich war ich ja Monate lang kein Mitglied mehr. Aber ich habe es dann erst gemacht, weil du mich erkennen lassen hast, dass alles aufschieben einfach nichts bringt. Immer wieder hast du gesagt, ich soll den Haufen endlich hinter mich lassen. Und immer wieder sagte ich: „Warte noch, ich will dazu noch was schreiben“ Aber ich schrieb einfach nichts, wie typisch für mich die letzten Jahre. Ja, dazu will ich was schreiben und das möchte ich noch ausarbeiten. Und was passiert? Nichts. Mein Blog ist seit Jahren nur noch ein Platz wo ich meine Uniarbeiten veröffentliche. Und selbst da bin ich inkonsequent. Hier liegt immer noch ein Bericht über meine Ukraine-Exkursion. Der Text ist sogar Korrektur gelesen und mit Bildern. Immer noch nicht hochgeladen. Ich konnte dir ja leider nicht mehr davon erzählen, das waren beeindruckende zwei Wochen. Aber auch so habe ich das letzte Jahr viel gesehen. Ich habe ein Auslandssemester in Slowenien hinter mir und war in Kroatien, Bosnien und in Bulgarien. Mit der Ukraine-Erfahrung zusammen haben mich diese „Reisen“ weiter gebracht. Ich fühle mich mit meinem Studienschwerpunkt nun wohler und ich glaube auch, dass ich nun vieles besser verstehe. Selbst mein Bachelorarbeitsthema hängt nun damit zusammen. Ich werde über den Völkermord in Bosnien schreiben. Ein schweres Thema, da es für mich unbegreifbar ist, dass es so kurz nach der Schoah innerhalb Europas wieder zu so etwas kommen konnte. Ich bin mir sicher du könntest mir viel dazu erzählen, du warst ja damals schon voll im Leben und politisiert. Ich war noch nicht mal in der Schule. Oft habe ich das Gefühl, dass ich viel zu wenig weiß über dein Leben, obwohl wir doch viel in den letzten Jahren gesprochen haben. Ich glaube, da wäre noch so viel spannendes was ich nun nie erfahren werde. Ich habe immer das Gefühl du hättest so viel „erfolgreicher“ sein können, aber du standst dir so oft im Weg. Ich glaube da ähneln wir uns, nur, dass du halt einfach ein sehr zynischer  Mensch warst. Aber du hast trotzdem immer an eine Zukunft geglaubt. Du hast bis zum Ende für Frauenrechte gekämpft. Du warst eine unglaubliche Feministin und du hast mich auch viel beeinflusst. Aber dies war ja nie „unser“ Thema. Es war das Bedingungslose Grundeinkommen. Wir machten uns in den letzten Jahren zu Experten*innen und ich träumte ja schon mit dir ein Buch darüber zu schreiben… Ja, dazu ist es halt doch nicht gekommen. Schon wieder das mit dem allen aufschieben. Tolle Ideen bringen halt einfach nichts, wenn sie nicht umgesetzt werden (oder wenigstens versucht werden). Das mit dem BGE ist irgendwie echt im Trend. Immer mehr Menschen haben davon gehört und immer mehr Menschen setzten sich dafür ein. Und unsere Facebookseite bekommt auch immer mehr likes. Nur posten wir nichts darauf. Wir? Ja Erich und ich. Erich ist nun Vater und immer noch in Wien. Ich habe ihn auch ewig nicht mehr gesehen. Ich glaube aber, dass es ihm gut geht. So ist es aber irgendwie mit vielen der (Ex-)Piraten. Irgendwie waren sie so lange fester Bestandteil meines Lebens und nun sehe ich viele einfach sehr selten. Ich weiß du mochtest einige nicht und besonders deine Kritik hat so oft zugetroffen. Ich denke immer noch an die tollen Zeiten zurück, aber ich glaube es ist auch ganz gut dass es vorbei ist. Aber ohne die Piraten wäre ich nicht der Mensch der ich bin. Und ohne sie hätte ich auch nie angefangen mit dir zu arbeiten. Wieder zurück zum BGE. Ich mache überhaupt nichts mehr in diese Richtung. Ich finde nicht die Motivation, nicht die Partner*innen und auch irgendwie nicht die Zeit. Ich nehme mir es schon vor es nochmal in die Hand zu nehmen. Aber ich glaube das wird einfach nicht passieren. Ich will mir auch schon seit langem mal die Grünen und die Linkspartei näher und live anschauen. Ich hadere aber immer noch mit diesen Schritt. Weil ich mich weder entscheiden kann noch glaube, dass ich Zeit haben werde wieder politisch aktiv zu werden. Am liebsten würde ich immer noch eine Partei gründen. Aber es gibt keine Aufbruchsstimmung, nicht dieses eine Momentum was so wichtig ist. Und ja Parteigründung ist halt auch ein scheiß Job. Und da müsste eins ja mal wieder was tun und nicht nur reden. Vielleicht braucht die Welt mich als Politiker auch einfach nicht. Wenn wir schon bei Parteien und Politik sind: Die AFD gibt es immer noch und sie ist auch noch viel beschissener. Damals waren sie ja ein undefinierter Haufen von konservativ über nationalistisch bis hin zu neoliberal. Jetzt sind sie weniger neoliberal, dafür aber mehr offen rassistisch. UND sie sind echt erfolgreich mit der Scheiße. Ich dachte, so blöd können die Menschen doch nicht sein, aber es lassen sich so viele aufhetzen. Dich würde es sicher freuen, dass es mal wieder hauptsächlich alte Männer sind, aber eigentlich ist das gar nicht so lustig. Ich werde ja auch mal ein alter Mann. Auch so ist es in der Welt ziemlich erschreckend. In Österreich haben fast 50% der Wähler*innen einen FPÖ-Kandidaten gewählt, Donald Trump hat wirklich realistische Chancen Präsident der USA zu werden und auch sonst so scheinen Demokraten*innen auf der ganzen Welt zu denken: Scheiß auf Demokratie, Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Toleranz, Bildung, Arme, Umweltschutz, Wissenschaft, Logik, Solidarität und und und…. Die Demokratie versucht vieler Orts sich selbst abzuschaffen. Soweit sind wir in Deutschland noch nicht und ich habe auch keine Angst, dass dies passiert. Aber ich war ja schon viel zu oft viel zu optimistisch. Der Krieg in Syrien und Irak geht immer noch weiter und immer noch sterben täglich Menschen. Aber nicht nur wegen Assad oder dem IS. Auch wegen der Türkei, die angebliche kurdische „Terroristen“ im eigenen Land aber auch in Syrien bombardiert. Es herrscht ein türkischer Bürgerkrieg und als Verbündete sehen wir zu. Klar, es wird schon immer mal ein mahnendes Wort eines*r deutschen Politiker*in an Erdogan und Co. Geschickt, aber diese Worte gibt es ja schon seit Jahren auch an China oder Saudi Arabien. Und da ändert sich auch nichts. Ich bin froh, dass ich kein Diplomat bin. Entweder müssen die alle kein Rückgrat oder Meinung haben, oder sie denken sie arbeiten für ein höheres Ziel. Den Frieden. Ach diese tödlichen Kompromisse. Du hast sie auch gehasst. Zurück zum Sterben. „Wir“, also die europäische Union, engagieren uns da auch ganz gut in diesem Feld.  Wir schaffen keine (kaum) legalen Wege um Menschen auf der Flucht eine Möglichkeit zu geben Schutz  bei uns zu suchen. Sie ertrinken zu tausenden auf ihren „illegalen“ Überquerungen durch das Mittelmeer. Und wenn sie dann da sind? Fast überall nur Hass und Missgunst. Aber ich treffe immer mehr Menschen, die sich einsetzten. Für eine Welt, die dir auch gefallen würde. Diese Menschen machen großartige Arbeit überall in Europa und auch vieler Orts in Deutschland. Selbst in einem so kleinen Ort wie in Bad Abbach helfen viele den Geflüchteten. Auch meine Eltern machen wirklich viel. Sie waren beide die letzten Jahre nicht wirklich gesellschaftlich aktiv und es ist sehr beeindruckend was sie alles leisten. Ich besuche manchmal den wöchentlichen Stammtisch und habe schon ein paar syrische Freunde. Aber mehr mache ich auch hier nicht. Ich sage immer ich darf auch mal Pause machen. Diese Pause dauert nun halt schon einige Jahre und ich verstehe langsam dieses in das Private zurückziehen. Es ist halt einfacher, schöner und so viel entspannter. Es wird halt einfach nichts besser. Irgendwie beschwere ich mich nur. Aber das zeigt ein falsches Bild. Eigentlich geht es mir ziemlich gut. Ich bin immer noch jung. Soweit ich weiß gesund. Ich habe noch genug Haare am Kopf und mein Körper kann ich immer noch ganz gut anschauen. Auch habe ich das letzte Jahr viele neue tolle Menschen kennen gelernt. Begegnungen die ich nicht missen möchte. Ich habe natürlich immer noch Menschen, die ich schon lange in meinem Leben und Herzen habe. Ich bin jeden Tag wieder froh, dass sie existieren und dass sie Zeit mit mir verbringen. Natürlich habe ich nicht für alle die Zeit, die sie verdienen würden, aber ich versuche mein bestes. Auch wenn es nur einmal alle paar Monate zum Kaffee reicht. Mit dir kann ich kein Kaffee mehr trinken. Heute auf den Tag genau bist du überraschend gestorben. Es hat lange gedauert bis ich es wirklich verstanden habe. Heute noch fällt es mir schwer es wirklich zu fassen. Du bist weg. Für immer. Natürlich macht es mich traurig. Ich bin aber auch froh. Froh dich kennen gelernt zu haben. Froh zu wissen, dass du so viele Menschen beeinflusst hast. Froh, dass wir viel gemeinsam erreicht haben. Ich finde es schade, dass so wenige deine Genialität erfasst haben und du der großen Masse unbekannt bist. Leider kann ich einer Toten nichts versprechen, aber normalerweise kann eins auch einer Toten keinen Brief schreiben. Deswegen ist es auch egal. Ich verspreche dir ich werde nicht aufgeben. Ich werde weiter machen, an deinen und meinen Idealen arbeiten. Ich werde alles tun damit du nicht vergessen wirst. Ich werde nicht perfekt sein und ich werde Fehler machen, aber ich denke, dies ist auch in deinem Sinne. Danke Ulrike für all das du getan hast und all jenes welches du noch gerne gemacht hättest.

 

Dein Jan

 

PS: Vielleicht haben wir als Atheisten ja Unrecht und es gibt so etwas wie ein übersichtliches Sein. Oder du bist wie Elvis von Aliens entführt. Beides wäre schön aber das sind ja Märchen immer

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Germany and the refugees – a love story

Risks and opportunities of the large immigration

 

1.    The year of the refugees

2015 is a year which was dominated by the topic of refugees. Not because so many new conflicts started or the number of people who are fleeing from wars increased enormous. No, because a small percent of them arrived in Europe. Not by a safety organized way from the international community but they came on their own. Over the Mediterranean Sea where thousands of them drowned. Left behind their home and spend all they have. The European Union was not prepared for this although it was clear that they will come. The civil war in Syria for example already started in 2011. The EU had and has no plan how to handle this situation and how to help the people who are arriving or which are still fleeing from the conflicts.

In the EU the member states handle the situation different and also are different affected by it. The states on the external borders are the first destination of many refugees and that are mainly states which already have some problems on their own. The final destination of the most refuges are the wealthier states in central and north Europe. In 2015 about one million new refugees arrived in Europe.[1] That is comparing to around 60 million refugees in the world only a small fraction.[2] Still in many member countries, especially from the central east, south east and east, are protest from the population and politicians against refugees. In one country were different reactions: Germany. Although a majority of the refugees in Europe wanted and went to it. There are different reasons why it is different and also there exist protest against refuges. The question which this essay want to answer is: Which risks and opportunities Germany has because of this huge migration.

To answer this question there will be first a closer look on the numbers of refugees and on the regulations in Germany. After that it will go more into detail with the list of risks and opportunities. In the end there will be also a part about the European Union and how the refugee crisis affect the institution and how that has an influence on Germany. The text will show that there are no real arguments against refugees, that Germany is in the best condition for this huge number of migration and that Germany can benefits a lot from this situation. But also Germany has to change how the refugees are coming into country because it destabilize the European Union.

Still this essay will not handle with conspiracy theories and populistic arguments. There will no place for racism and islamophobia.

 

2.    The story about the numbers

There were different speculation how many people try to immigrate in Germany in 2015. Mostly right-wing politicians try to get influence and outdo each other with higher and higher numbers. In the end around 1.1 million refugees get registered in the German ESAY-System. This System is for the first registration of refugees and the distribution of them to the federal states. That is lower than many expected. But only 442 000 people asked for asylum in Germany. The reasons why this number is so much under the ESAY-registration are different. It came to double or false registration, some has other final destinations and also few went back to their home country. From the people in the ESAY-system around two third were from Syria, Iraq and Afghanistan. The half of the asylum applications were same countries (inclusive Eritrea with around 2%). Asylum applications from Syria, Iraq and Eritrea have almost a 100% acceptation. People from Afghanistan around 80%.[3]

The number of asylum applications in 2015 is the highest number ever in Germany. The highest peak before was 1993 with 438 000. The number of application increasing since 2008 and highly increasing since 2013. In 2014 there were 203 000 applications and thus less than half as 2015. The numbers were high in every month of 2015 but increased in the summer and were on the highest point in autumn/winter. In spring there still many asylum applications came from people of the Balkans[4] but the number are decreasing. In November only 9.5 % of all applications were from them. The acceptance of asylum applications from the Balkans is about 1 %. [5]

 

3.    There is more than the Refugee Convention

Germany asylum policy is not only affected from the Refugee Convention from 1951. It based on the German constitution. In Article 16a the basic right of asylum for politically persecuted is written down. That is the only basic right which is only for foreigners. A person is politically persecuted if the state persecute him*her because of the political conviction, religion or uncontrollable features like gender, ethnicity or sexual orientation. General emergencies like poverty, civil wars, natural disasters etc. are not included. For this cases the Refugee Convention come in charge. The basic right of asylum got changed always there were a lot of asylum applications. The first time in 1993 and the second time 2015.[6]

The Refugee Convention of 1951 was formed in the beginning to help the refugees after the Second World War. That is why it has been extended with the 1967 protocol. It is the most important international document for the safety of refugees. It is signed from 147 states inclusive all members of the European Union. It defines who is a refugee, what help he*she gets and what duties he*she has. Every signed state has to act according to the refugee convention.[7]

 

4.    The Risks

In Germany it is like in the rest of the higher developed countries: the production get more automated, the qualification someone needs for a job growing and labour-intensive production moves to less developed countries. The economy evolved to a system where high education is necessary and where is no place for unskilled workforces. For such a system less educated immigration is a problem. There would be no or less work for them and there would be a conflict with already in Germany living unskilled workers. To solve that problem the state has to invest money in the education of the refugees. First in language courses because the language barrier is the highest factor why someone cannot find a job. On the other hand the numbers are showing that there is not such a problem. The majority of refugees are young and better educated as the average of the German population. A problem with too many new unskilled workers is preventable and at the moment unlikely.[8]

The people which are arriving in Germany having different backgrounds, different stories, different ideas and different culture. What unites them is that they are strangers in a complete new society. To change that there is a magical word called integration. Because if that does not happen or only badly there will be many problems for them and for their new society. It will come to a division between different parts of the population. There will be discrimination and stigmatisation where the minorities have to suffer. Ghettos are upfront where the quality of life and the opportunities are much lesser than in the rest of the society. This is one of the main risks because integration is nothing what happens automatic. Integration is a process and the state has to be the one which are helping. But more important is the civil society and the population. They have to be open for the newcomers and have to offer their helping hands. And the refugees have to accept them and have to work active on their own integration. The majority of refugees in Germany understand the need of integration and want to do it.[9]

In conurbations and cities with good economy there is a housing shortage. Affordable accommodations are rare and the gentrification rise the rents. This has many reasons. One is the aging society and the other that more and more jobs are concentrated in cities. Of course this problem will increasing with the refugees. Because mainly they also want to live where are jobs, schools, universities and shops. [10] This problem is not new and in the moment the huge number of refugees not increase the housing shortage. But it will if there are not enough new construction of accommodations. Another possibility is a better distribution all over Germany but that would be a more difficult task.

There exist a risk where the majority of people not thinking about: the problem with the possible tensions among the population. In Germany the majority of protest against refugees happens where only less foreigners and people with immigrant background living: in East Germany. Same can be seen in Europe. The countries with less foreigners or people with immigrant background are more xenophobic. This leads to the conclusion that this tensions in the population only based on prejudice. Is not so easy to work against prejudice but here the state has to act. There have to be different programs like education programs or meetings between refugees and sceptics.

 

5.    Opportunities

Germany has a problematic demographic development. Since 1972 more people are dying each year than babies get born. The only group in the population which is growing is the group of the olds. In Germany, like in many other high developed countries, we can´t speak anymore about an age pyramid more like an age mushroom.[11] Till 2050 there will be, if nothing changed, a reduction of the population to around 75 Million. That will change the society enormous. No economic growth, higher load on the social system and underpopulated areas.[12] Also now Germany has too many olds and to less young people. There is a need for workforces everywhere. There is a lack of skilled workers, engineers and doctors. Many refugees, mostly from Syria, are high educated. Around 21% of them have an academic background and 22 % where on the high school and 47% on the secondary school.[13] In 2014 32% of all businesses could not fill all there free apprenticeships.[14] It is more difficult for the businesses to find enough young people. Many of the arriving refugees are under 30 and in the perfect age for apprenticeships.[15] Till 2030 around 6 million workers will retire.[16] In a middle and long term the many young refugees will relive the social system if they get integrate in the German labour market.[17]

Threw the refugees the domestic demand increase. It can be see first in the local economy because the basic needs like food, clothes and similar will be bought near to the accommodations. In a midterm also the German GDP will rise. Experts a expecting 2025 a GDP growth of 0.86 which is only affected by the refugees from 2015.[18] If the German government cutting down other budget because of the refugees the short-term effect of the domestic demand increase will not so big.

The effects of the demographic change can already been seen in East Germany. Many areas are under- or unpopulated. Instructive standing houses, closed schools and shrinking population. All that will also be a problem in the near future in the countryside in Germany. Only the conurbations will increase. Villages and small towns will die out if nothing change.[19] Refugees can be here a solution but it is not so easy. The young people are moving away from this areas mostly because there are no perspectives for them and businesses are moving because there are not enough young people. That all effects the income of the areas there and so the infrastructure. To solve the problem not only refugees have to settle in this areas. With that the state have to invest in the infrastructure, build new higher schools and universities in this areas, have to give businesses incentives that they will move to this areas and gave cheap loans to the people and local economy. But still in the east are the most protest against refugees. There have to be campaigns where they show the locals how they will benefit from the whole process.

The refugees have when they arriving only few material possessions but they carrying a lot with them: their culture. It will be a cultural enrichment for the German society. In 10 to 20 years the best Syrian restaurants outside of Syria will be in Germany. But not only food will enrich the society. The Music will influence local musicians, new kind of sounds will create and the selection of different concerts will increase. In the sector sports the influence of immigration can be seen already today. From the German football team which won the world cup 2014 where six with migration background.[20] Other cultural enrichments are their religion, their philosophy or their literature. Everything which people from Germany normally don´t have a good access. That will create new viewpoints which are important in politics, economy and science.

Of course the investment in the infrastructure and in the education is also good for the local population. There is a need for more than 20 000 new teachers only for the already arrived refugees.[21] In Bavaria, one of the federal states in Germany, more than 100 million euros will invest in the education system for the integration of the refugees under 18. For that around 2000 teachers and psychologist be adjusted. Mainly young teachers which had before not so good chances for a job get employed.[22] In April 2015 the German government decided to make a special budget for investment in the municipalities about 3.5 billion euros. It is manly for investment in the infrastructure and 500 million are especially for infrastructure investment for refugees.[23]

 

6.    The Influence of Germanys refugee policy on the EU

There are some conspiracy theories about that the German decision to accept the refugees and especially quotes from the German chancellor Angela Merkel increased the numbers of refugees which try to come to Germany. The data is showing us something different. Already in the summer the numbers of refugees were very high and that was before the decisions which mentioned.[24] That does not mean that the German policy has nothing to do with the problems many countries have with the huge numbers of refugees. One of the main problems is that if someone want to ask for asylum in Germany he*she has to be inside of Germany. There is no possibility to ask for it in an embassy or another institution outside of the country. Also Germany has no migration policy. An immigration systems like in Canada or the USA are not existing. That is weak for Germany which was already 2013 the second largest country of immigration in the world after the USA.[25] A green card system for normal immigrants and the possibility to ask for asylum in embassy would help to minimalize the chaos which we saw 2015 in Europe. But here not only Germany has to change his policy, the whole European Union failed in the “refugee crisis”. The refusal of some countries to accept refugees, the rules of Dublin 2 and the failure of a collective refugee policy made a bigger damage than the economic crisis.

 

7.    The Conclusion

More unskilled workers would be a problem for the German economy because there is no job for them but the majority of refugees which are coming to Germany are good educated. Most important is that there are enough language courses for them so they can overcome the language barrier. The state, the society and the refugees have to work together that there is a successful integration. The state has to build more accommodations in cities to prevent a housing shortage and there have to be programs to provide tensions among the population.

All risks which coming with the huge number of refugees are preventable. For that there have to be active politics on all levels. From the national government to the local institutions. Lots of work and investment is required to solve the whole situation.

The demographic development in Germany is problematic. On the one hand the number of older people increasing and on the other the number of young people are decreasing. It is the perfect timing for the huge number of refugees. They need workforces, have a lack of skilled workers and many unoccupied apprenticeships. Also there are enough areas where are to less people and the economy will not grow without new immigration.

Germany will have many benefits of the refugees if there will be the right policy. There are enough examples where it was similar. Like after the Second World War where more than 12 million displaced people and refugees in Germany were the engine of the economic miracle. In the 60s and 70s thousands of immigrant workers from Greece, Italy and Turkey helped to grow the prosperity in Germany. And of course the reunion from West and East Germany where 40 million “economic refugees” were taken into the society.

The policy of Germany effected some problems in the European Union. They need to allow that people can ask for asylum in Germany outside of the country and need an immigration system for all other immigrates. Mainly the European Union and every member state has to change. The isolationist policy of many states have to change. Not nationalistic, short term thinking should lead the countries. There is a need for a collective policy not only in the case of the refugees. It is also a chance for the European Union. It could become stronger and closer than before. For that it need a rethink and more solidarity. If nothing will change, the project can fail and the EU can break down. That will affect everyone. Not only in Germany or in Europe also in the whole world.

In the end it is important to say that asylum and helping others should never be about benefits. It is our duty to help, it does not matter if we caused the problems or not. Every human has the right to live in peace. No one is illegal. Refugees welcome.

[1] UN zählt 2015 eine Million neue Flüchtlinge in Europa, zeit online, 22.12.2015, http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-12/un-fluechtlinge-europa-2015.

[2] Uli Post, Die Welt steht nicht vor unserer Tür – Migration: Fakten, Chancen und Risiken, Welthungerhilfe, 27.07.15, http://www.welthungerhilfe.de/blog/migration-chancen-und-risiken.

[3] Erhebliche Unschärfen bei den Asylzahlen 2015, Pro Asyl, 14.01.16, http://www.proasyl.de/de/news/detail/news/erhebliche_unschaerfen_bei_den_asylzahlen_2015.

[4] The Balkan is here only Albania, Kosovo, Serbia, Macedonia, Bosnia and Herzegovina and Montenegro.

[5] Hubertus Volmer, Der Puffer ist weg – Flüchtlinge und Asylbewerber: die Zahlen, nt-v.de, 14.01.16, http://www.n-tv.de/politik/Fluechtlinge-und-Asylbewerber-die-Zahlen-article16764541.html.

[6] Politisch Verfolgte genießen Asyl – Asylrecht hat in Deutschland Verfassungsrang, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 12.12.2012, http://www.bamf.de/DE/Migration/AsylFluechtlinge/Asylrecht/asylrecht-node.html.

[7] Genfer Flüchtlingskonvention, The UN Refugee Agency, http://www.unhcr.de/mandat/genfer-fluechtlingskonvention.html.

[8] Benno Müchler, Daniel-Dylan Böhmer, Das sind die neuen Syrer in Deutschland, welt.de, 10.09.2015, http://www.welt.de/politik/ausland/article146277482/Das-sind-die-neuen-Syrer-in-Deutschland.html.

[9] Justina A. V. Fischer, Der Flüchtlingsstrom als Chance für Deutschland, Ökonomenstimme, 20.10.2015, http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2015/10/der-fluechtlingsstrom-als-chance-fuer-deutschland.

[10] Justina A. V. Fischer, Der Flüchtlingsstrom als Chance für Deutschland, Ökonomenstimme, 20.10.2015, http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2015/10/der-fluechtlingsstrom-als-chance-fuer-deutschland.

[11] Sabine Sütterlin, Deutschland – eines der kinderärmsten Länder, Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, January 2008, http://www.berlin-institut.org/online-handbuchdemografie/bevoelkerungsdynamik/regionale-dynamik/deutschland.html.

[12] Demografischer Wandel in Deutschland, Bundeszentrale für politische Bildung, http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/demografischer-wandel.

[13] Benno Müchler, Daniel-Dylan Böhmer, Das sind die neuen Syrer in Deutschland, welt.de, 10.09.2015, http://www.welt.de/politik/ausland/article146277482/Das-sind-die-neuen-Syrer-in-Deutschland.html.

[14] DIHK-Ausbildungsumfrage, Deutscher Industrie- und Handelskammertag, http://www.dihk.de/themenfelder/aus-und-weiterbildung/ausbildung/ausbildungspolitik/umfragen-und-prognosen/dihk-ausbildungsumfrage.

[15] Benno Müchler, Daniel-Dylan Böhmer, Das sind die neuen Syrer in Deutschland, welt.de, 10.09.2015, http://www.welt.de/politik/ausland/article146277482/Das-sind-die-neuen-Syrer-in-Deutschland.html.

[16] Chancen für Flüchtlinge, Chancen für Deutschland, radiobremen, 13.01.2016, http://www.radiobremen.de/politik/nachrichten/arbeitgeberpraesident-uebergriffe100.html.

[17] Jan Gänger, „Eine Chance für Deutschland“ Sorgen Flüchtlinge für Wachstumsschub?, nt-v.de, 11.09.2015, http://www.n-tv.de/wirtschaft/Sorgen-Fluechtlinge-fuer-Wachstumsschub-article15911721.html.

[18] Maria Marquart, Arbeitsmarkt, Wohnungen, Finanzen: Wirtschaftsfaktor Flüchtling – was auf Deutschland zukommt, Spiegel Online, 03.11.2015, http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/fluechtlinge-probleme-und-chancen-fuer-deutschland-a-1060764.html.

[19] Tobias Dorfer, Demografie in Deutschland

„Dörfer verschwinden“, süddeutsche.de, 28.12.2012, http://www.sueddeutsche.de/politik/demografie-in-deutschland-doerfer-werden-verschwinden-1.1555594.

[20] Deutschland » Kader WM 2014 in Brasilien, weltfussball.de, http://www.weltfussball.de/teams/deutschland-team/wm-2014-in-brasilien/2/.

[21] Maria Fiedler, 20.000 Lehrer für Flüchtlinge benötigt, tagesspiegel.de, 09.10.2015, http://www.tagesspiegel.de/wissen/kultusministerkonferenz-20-000-lehrer-fuer-fluechtlinge-benoetigt/12432484.html.

[22] Maria Fiedler, 20.000 Lehrer für Flüchtlinge benötigt, tagesspiegel.de, 09.10.2015, http://www.tagesspiegel.de/wissen/kultusministerkonferenz-20-000-lehrer-fuer-fluechtlinge-benoetigt/12432484.html.

[23] Kommunale Investitionen sollen gefördert werden, bundestag.de, https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2015/kw17_de_nachtragshaushalt/369654.

[24] Hubertus Volmer, Der Puffer ist weg – Flüchtlinge und Asylbewerber: die Zahlen, nt-v.de, 14.01.16, http://www.n-tv.de/politik/Fluechtlinge-und-Asylbewerber-die-Zahlen-article16764541.html.

[25] OECD-Bericht Sie wollen nach Deutschland, faz.net, 01.12.214, http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/deutschland-zweitgroesstes-einwanderungsland-laut-oecd-13295919.html.

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(Mein) Aufbruch in Fahrtrichtung links

Dass ich die Piratenpartei verlassen habe ist ja schon etwas länger her. (Mein Austrittspost kann hier nachgelesen werden) Keine Politik mehr zu machen ist für mich aber keine Alternative. Ob meine politische Zukunft in der Partei „die Linke“ sein wird ist noch nicht entschieden aber trotzdem bin ich einer der Unterzeichner der unten folgenden Erklärung.   Die Linke hat viele Probleme und Baustellen. Ob es ihre Fraktionsvorsitzende im Bundestag ist und ihre populistischen rechten Aussagen oder ihre internen Streitigkeiten die manchmal sogar schlimmer sind als die damals in der Piratenpartei. Ich bin kein Fan von Verschwörungstheorien, Antiamerikanismus, „Putinversteher“, Querfrontlern, Antiimps, Sexisten, DDR Relativierung, Antisemitismus und den vielen anderen Dingen die leider in der Linken zu finden sind. Aber linke „Piraten“ Themen sind zu wichtig und werden gebraucht. Wie und wo sie gemacht werden ist dabei egal. Wichtig ist das unsere Netzwerke weiterhin bestehen, das wir weiter miteinander arbeiten und uns unterstützen. Es ist regional abhängig welche Partei dafür geeignet ist und es ist genauso legitim außerhalb von Parteien und Parlamenten weiter zu machen. Ich freue mich dass so viele von uns weiterhin der Politik erhalten bleiben und hoffe dass viele nach einer Pause wieder einsteigen. Und jetzt die hoffentlich letzte nautische Metapher in meinem Leben: Aufbruch in Fahrtrichtung links

Eine Erkenntnis des Jahres 2015 ist: Die Piratenpartei ist tot. Als ehemalige Angehörige, Funktionsträger*innen und Mandatsträger*innen der Piratenpartei arbeiten wir seit Jahren an den Fragen für die Politik des 21. Jahrhunderts. Die Unzulänglichkeit gewohnter Vorstellungen von Gesellschaft und Politik in einer immer enger zusammenwachsenden Welt gehört genauso zu diesen Fragen wie die konkreten politischen, ökonomischen und sozialen Umwälzungen durch Migration und Digitalisierung. Klassische Begriffe der deutschen Politik, des sozialen Austauschs und der privatrechtlichen Ordnung – wie Arbeit, Wissen und Sicherheit – funktionieren inzwischen anders und verhalten sich in aktuellen politischen Kontexten völlig unterschiedlich zu unseren politischen Erfahrungswerten. Wir haben erkannt, dass – wenn wir ein offenes und menschliches Europa und einen sozialen und freien Umgang mit neuen Technologien wollen – es unsere Aufgabe ist, ebensolchen Unzulänglichkeiten zu begegnen und neue Antworten zu finden.

Obwohl einst genau zu diesem Zweck angetreten, ist die Piratenpartei dabei keine Hilfe mehr. Dem zum Trotz haben wir uns dazu entschieden, uns weiter für ein sozialeres und offeneres Europa und Berlin einzusetzen. Keine Politik zu machen ist für uns keine Option.

Deutschland hat im Jahr 2015 mehr als 700.000 Geflüchtete aufgenommen und zunächst notdürftig versorgt. Wie sehr die europäische und die bundesrepublikanische Gesellschaft durch diesen Umstand erschüttert worden sind, ist noch nicht erforscht. Die Implikationen können uns noch nicht klar werden, sie beginnen und sie enden sicher nicht mit dem Aufstieg der Deutschen Rechten in Form rechtspopulistischer Bewegungen und der rechtsradikalen AfD. Wie sich unsere Gesellschaft verändern muss und verändern wird mit den Menschen in Not, denen wir die Hand reichen, lässt sich sicher auch nicht im Jahr 2016 beantworten. Das muss in den nächsten Jahrzehnten diskutiert und gestaltet werden. Wir sind überzeugt, dass es eine linke Diskurshoheit bei diesen und allen anderen umwälzenden Prozessen der globalisierten Gesellschaft und Ökonomie braucht, wenn nicht nur der gesellschaftliche Fortschritt der nächsten Jahre vorangetrieben, sondern auch der Fortschritt der letzten Jahrzehnte bewahrt werden soll.

Das 21. Jahrhundert zeichnet sich durch eine technologische und gesellschaftliche Entwicklung aus, die Kommunikation global und somit grenzübergreifend ermöglicht. Primat linker Politik muss es jetzt sein, diese globale Bewegungsfreiheit für alle Menschen zu ermöglichen. Nach der industriellen Revolution bietet sich durch die rasante Digitalisierung der globalen Gesellschaft die nächste Chance, grundlegende Prinzipien neu zu bewerten. Immer stärker automatisierte Produktionsprozesse können es ermöglichen, menschliche Arbeit weitgehend überflüssig zu machen. Damals wie heute liegt es in der Verantwortung der menschlichen Gesellschaft selbst, dafür zu sorgen, diese Entwicklungen zu nutzen. Wenn uns Maschinen noch mehr Arbeit abnehmen können, muss das auf eine Art geschehen, dass Arbeiter*innen nicht schlechter dastehen als zuvor, denn die Befreiung von der Arbeit kann auch befreiend für uns alle sein. Es gilt, dem dystopischen, permanent überwachenden und verwertenden Repressionsapparat eine positive, in Freiheit vernetzte Gesellschaftsvision gegenüberzustellen.

Das Jahr 2016 nimmt dabei nicht nur für uns eine Schlüsselrolle ein, angesichts der Tatsache, dass die Piratenpartei, mit der immer noch viele von uns identifiziert werden, im Herbst des Jahres sehr wahrscheinlich keine Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus mehr stellen wird. Es ist vielmehr das erste Wahljahr, nach dem die Migrationsbewegung nach Europa auch Deutschland erreichte. Es ist das Jahr in dem nach fünf Jahren völligen Versagens einer uneinigen Zweckregierung in Berlin wieder neu gewählt werden muss. Die fehlende linke Diskursmehrheit hat sich in den letzten Jahren der großen Koalition deutlich bemerkbar gemacht. Die Seehofers, die Henkels und die Czajas dieser Republik stören sich nicht an dem etablierten braunen Mob, begründet er doch ihre „besorgte Bürger“-Rhetorik und entschuldigt das Versagen bei Aufklärung und Verhinderung von rechten Gewaltexzessen. Wir halten dagegen. Wir fordern politischen Umschwung und werden dafür kämpfen, dass rechte Parolen und Ressentiments in der Berliner Politik nicht weiter Fuß fassen. Wir treten mit aller Kraft gegen die AfD ein, die droht in das Abgeordnetenhaus einzuziehen. Wir arbeiten daran, die Menschen in der Stadt über den wahren Charakter ihrer rechtsnationalen völkischen Verirrung aufzuklären.

Wir stehen für „Netze in Nutzerhand“ und „Religion privatisieren“. Wir fordern endlich eine transparente und offene Verwaltung und nachvollziehbares Regierungshandeln ein. Das hat sich seit dem Einzug der Berliner Piratenfraktionen in das Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlungen weder geändert, noch ist es heute weniger nötig als 2011. Im Gegenteil, das Parlament der Hauptstadt wird seit fast fünf Jahren kontinuierlich entmachtet und in seinen Kontrollmöglichkeiten behindert. Es ist kein Zufall, dass Untersuchungsausschüsse sprießen, wo eine transparentere Verwaltung und ein handlungsfähiges Parlament gemeinsam mit der Öffentlichkeit Skandale schon in der Entstehung hätten verhindern können. In einem Klima des Filzes und der Handlungsunfähigkeit empfinden wir es als Pflicht, politisch aktiv zu bleiben und zu werden und rufen dazu auf, sich mehr und nicht weniger in demokratische Prozesse und Diskurse einzubringen.

Für uns ist der freie Zugang zu Wissen und Informationen für alle eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Für uns sind Gleichstellung und ein diskriminierungsfreier Zugang zu Sicherheit, Wohlstand und individueller Entfaltung kein Versprechen für eine ferne politische Zukunft, sondern eine Frage der Notwendigkeit. Das Aufbegehren der „technologisierten Jugend“ gegen den Missbrauch von Technologie zur lückenlosen Überwachung aller Menschen ist zum Kampf vieler gesellschaftlicher Gruppen gegen den offen auftretenden Polizei- und Überwachungsstaat geworden. Wir brauchen ein Gesellschaftsbild, dass fundamental vom Status quo der Leistungs- und Segregationsgesellschaft abweicht und über den nächsten Wahltermin hinaus reicht. Die organisierte Linke – und damit auch die Partei die LINKE – entwickeln und diskutieren als einzige in Deutschland ein solches Gesellschaftsbild in unserem Sinne. Wir möchten dazu beitragen, diese politische Vision gemeinsam mit der Linken zu entwickeln. Wir haben uns dazu entschieden, die Linke in Berlin im Jahr 2016 und darüber hinaus kritisch und solidarisch zu unterstützen und so an einer solidarischen Alternative zum bürgerlichen Mainstream in Europa mitzuarbeiten.

Wir sehen uns.

Unterstützende

Gerhard Anger, ehem. Landesvorsitzender Piratenpartei Berlin

Monika Belz, Mitglied BVV Treptow-Köpenick

Leonard Bellersen, Generalsekretär Junge Pirat*innen

Benjamin Biel, ehem. Pressesprecher Piratenpartei Berlin

Stephan Bliedung, Mtglied BVV Pankow

Florian Bokor, ehem. Vorstand Piratenpartei Sachsen

Joachim Bokor, ehem. Justiziar Piratenpartei Deutschland

Frederik Bordfeld, Mitglied BVV Pankow

Marius J. Brey, ehem. Piratenpartei

Steffen Burger, Mitglied BVV Neukölln

Katja Dathe, ehem. Schatzmeisterin Piratenpartei Berlin

Martin Delius, Mitglied des Abgeordnetenhauses

Konstanze Dobberke, ehem. Piratenpartei

Cornelius Engelmann-Strauß, Mitglied BVV Treptow-Köpenick

Anisa Fliegner, Sprecherin BAG Netzpolitik die LINKE

Marcel Geppert, Mitglied BVV Marzahn-Hellersdorf

Björn Glienke, ehem. Direktkandidat BTW13 Piratenpartei Berlin

Anne Helm, Mitglied BVV Neukölln

Oliver Höfinghoff, Mitglied des Abgeordnetenhauses

Michael Karek, ehem. Vorstand Piratenpartei Berlin

Jan Kastner, ehem. Kandidat für die Piratenpartei Deutschland

Steven Kelz, Mitglied BVV Marzahn-Hellersdorf

Martin Kliehm, Stadtverordneter Frankfurt am Main

Fabian Koleckar, ehem. Vorstand Junge Pirat*innen Berlin

Lasse Kosiol, Mitglied BVV Spandau

Matthias Koster, ehem. Vorstand Piratenpartei Trier

Andreas Krämer, ehem. Vorstand Piratenpartei Bremen

Peter Laskowski, Bundeskoordinierungskreis der Ema.Li

Hartmut Liebs, ehem. Piratenpartei

Steffen Ostehr, Mitglied BVV Marzahn-Hellersdorf

Julia Schramm, ehem. Bundesvorstand Piratenpartei Deutschland

Volker Schröder, Mitglied BVV Treptow-Köpenick

Daniel Schwerd, Mitglied des Landtages NRW

Dr. Benedict Ugarte Chacon, ehem. Piratenpartei

Dr. Simon Weiß, Mitglied des Abgeordnetenhauses

Jan Zimmermann, ehem. Vorstand Piratenpartei Berlin

 

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The future of the state – a future without the nation-state

When people are talking about states they always have the idea of a nation-state in their mind. Because they are surrounded by them. After the idea was founded in England in the 16th century more countries followed until most of them became nation-states. (Greenfield 2011, 5) But the nation-state is not the only way states can be organized. In the past different kinds of states can be found and in the future there will also be new kinds. Nation-states and globalisation were connected all the time (Greenfield, 2011, 5-9) but the issues coming with the globalisation cannot be handled by the nation states.

The United Nations mention some of this issues in their Sustainable Development Goals. (United Nations 2015) The former goals, the Millennium Development Goals, were not successful because no nation had to achieve any of them. (United Nations 2010) Nation-states always act according to their own interest. This is the reason why there has to be a global state. This state has to implement all different kinds of cultures and identities. It cannot have a centralized government, it has to be a federation with equal parts which join voluntarily the global state. People should live in this world wherever they want. No borders they have to pass. Only then they can trust their neighbours. The different parts in the world have to be equal, so not everyone move to the rich areas. There should be a Solidarity pact, like in Germany (Wikipedia 2015), that will use to build up poorer areas. Inequality is the major problem in our time also the ineuality between people. Without reducing the inequality a world society is not possible. Inequality creates social instability. (Roubini 2011) The state has to handle the issue that the production is going to be more and more effective and in the same time autonomic. The production only needs some few labours and it will be less in the future. There will not be enough jobs for all people but there will be enough production for everyone. The only way to solve the issue is a basic income for everyone. (Wikipedia 2015) It will be middle course between Socialism and Capitalism.

These are all big plans and it is a long way to go. Only if humanity works together the global issues can be solved. There is something like the tragedy of the commons (Hardin 1968, 1248). The world is common and the nation-states are the individuals which want the best for them, not the best for the group. Nationalism and the nation-state are the enemies of the idea of a united world. We have to leave the nation-state behind us to get one state.

 

 

Sources:

Greenfield, Liah 2011. “The Globalisation of Nationalism and the Future of the Nation-State.” International Journal of Politics, Lecture and Society, 24:4–9.

Hardin, Garrett 1968. “The Tragedy of the Commons” Science, New Series, Vol. 162, No. 3859: 1243-1248.

Roubini, Nouriel. 2011. “The instability of inequality” Aljazeera Opinion, October 14. http://www.aljazeera.com/indepth/opinion/2011/10/2011101473753217227.html.

United Nations. 2000. Millennium Development Goals http://www.un.org/millenniumgoals.

United Nations. 2015. Sustainable Development Goals http://www.un.org/sustainabledevelopment/sustainable-development-goals.

Wikipedia. 2015. “Solidarpakt” Last modified October 5. https://de.wikipedia.org/wiki/Solidarpakt.

Wikipedia. 2015. “Basic income” Last modified November 22. https://en.wikipedia.org/wiki/Basic_income.

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How a global movement changed my life and failed in their mission

In 2006 Rickard Falkvinge founded the Pirate Party of Sweden after a copyright reform debate. The idea to found a political party with the ideology of free knowledge and the sharing culture, which was spread with the internet around the world, got big attention. That is why it did not take so long until pirate parties in other countries got founded.[1] In the same year, on the 10th September, the Pirate Party of Germany was born.[2] Three years later, I signed my membership. For six years I was a member of a group of people, which could not decide whether they are a movement or a political party. They were and are both. That was their key to success and also the reason for their failure. But in the discussion what the pirates are and what they want to be, there was one fact no one questioned. They are global and a phenomenon of the globalisation.

First, globalisation was the word for a trade phenomenon, through that the world got more connected. Finally the different parts are becoming one world.[3] A result is that the enemy or the problem, movements have to handle, are no longer anymore one nation-state limited. Movements had to face this new challenges and connected across the borders to get more powerful.[4] The idea of free knowledge, one of the main parts in the pirate’s ideology, is deep connected with the internet. This technology is almost borderless and so was one of the enemy: the market of content commercialization. The so called copyright industry.

National-states had always an important role in the history of movements, as an enemy or as the one movements want to force to do something. In the globalised world nation-states are still important institutions and movements still have to address them. It is necessary to act in more than only one state.[5] The laws behind the content commercialization are localized in single nation-states. It was important to act local. Changing the law only in one country will not bring a world of free knowledge. The European Union, a transnational institution, was also handling with this issue.[6] One of the reasons why the pirate parties in Europe always addressed the European Parliament and run for the parliament election.

This culture of ideas, information and images are an outcome of capitalism and is still dominated by its logic. In this global world capitalism has no longer control over it.[7] The capitalistic world order, what the globalized world is, often produced antisystem-anticapitalistic movements.[8] Free knowledge affects the capitalistic structure of the internet and also the fundament of the capitalistic world.

At the moment the first pirate party was founded there was already a community and lots of groups who followed the ideology behind the pirates. But there was no political dimension of it.[9] The pirate parties became a political arm and a part of a global movement, too. Their topics gave them some success. To be a successful political party on a long term you need to evolve. The pirate parties of Sweden and Germany are examples where this did not happen and that is one of the reasons why I am no longer a member of them. But the idea of free knowledge is older than the pirates and it will be still be there when they leave.

[1] Wikipedia.org, 2015, “Pirate Party”, Accessed November 04, https://en.wikipedia.org/wiki/Pirate_Party.

[2] Wikipedia.org, 2015, “Pirate Party Germany”, Accessed November 04, https://en.wikipedia.org/wiki/Pirate_Party_Germany.

[3]Hobsbawm, Eric J. 2000. The World Unified. in F. Lecher and J Boli (Eds) the Globalization Reader, P. 52-56. Malden: Blackwell. P. 55.

[4]McKane, Rachel. 2014. The Globalization of social movements, exploring the transnational paradigm through collection action against neoliberalism from Latin America to the Occupy movement, in The Journal of Undergraduate Research at the University of Tennessee Volume 5 Nr. 1. P. 87 – 110, Knoxcille: University of Tennessee, P. 101.

[5] Moghadam, Valentine M. 2013. Globalization & Social Movements, Islamism, feminism and the global justice movement. Plymouth: Rowman & Littlefield. P. 45.

[6] Baker, Jennifer. 2015. ““EU copyright law fails to set minimum rights”, stresses Pirate Party MEP Julia Reda” Vieuws – The EU policy broadcaster. January 19. http://www.vieuws.eu/ict/eu-copyright-law-fails-to-set-minimum-rights-stresses-pirate-party-mep-julia-reda/

[7] Waterman, Peter. 2001. Globalization, social movements and the new Internationalism. London: Continum. P. 216-217.

[8] Moghadam 2013, P. 54.

[9] Anderson, Nate. 2009. “Political pirates: A history of Sweden’s Piratpartiet” Law & Disorder / Civilization & Discontents. February 26. http://arstechnica.com/tech-policy/2009/02/rick-falkvinge-is-the-face/1/

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Trans* Prekariat – Die Bedrohung von Menschen mit Trans* Hintergrund durch Prekarisierung

1.      Einleitung

Jedes Jahr wird in jeder größeren Stadt Deutschlands der Christopher Street Day, kurz CSD, gefeiert. Von LSBTTIQ[1] Netzwerken organisiert, gehen tausende Menschen für Vielfalt und Toleranz auf die Straße. Dabei werden aber nicht alle teilnehmenden Gruppen gleichmäßig wahrgenommen. Besonders Menschen, welche oft als  „transgender“ oder „transsexuell“ eingeordnet werden, haben oft den Eindruck, dass ihre Probleme und Themen vernachlässigt werden. [2] Dabei sind ihre individuellen Lebenswege mit Hürden versehen, mit denen homosexuelle Menschen nicht mehr oder noch nie konfrontiert wurden. Grundlegend dafür ist, dass „Transidentität“ immer noch als Krankheit im SGB V angesehen wird. Dies ist zwar die Grundlage dafür, dass Diagnose, Therapie und medizinische Behandlung von den Krankenkassen übernommen werden[3], gleichzeitig ist es aber auch Ursprung vieler Missstände, die das Leben Betroffener schwieriger gestalten. Die Parlamentarische Versammlung des Europarates ging auf diese Missstände 2015 in der Resolution Nr. 2048 ein. Sie wies darauf hin, dass in Europa Menschen mit einem Trans* Hintergrund durch Mehrfachdiskriminierungen in der Gesamtgesellschaft, in der Arbeitswelt, aber auch im Privatleben schlechter gestellt sind als andere. Auch hier wurde die Definition als Krankheit als Grundproblem eingeschätzt, zudem führen die Fehleinschätzung und Unterschätzung der Situation dazu, dass praktisch keine Aufmerksamkeit für das Problem existiert.[4]

Betroffene berichten häufig von Unsicherheiten, während und nach dem Outing in verschiedenen Lebensbereichen. Viele davon könnten unter den soziologischen Begriff der Prekarität fallen. Diese Arbeit möchte sich damit beschäftigen, ob und wie weit die Situation von Menschen mit Trans* Hintergrund als prekäre Lebenslage eingeschätzt werden kann. Die zentrale Frage lautet: „Sind Menschen mit einem Trans* Hintergrund von Prekarität stärker betroffen?“

Zunächst wird versucht eine begriffliche Abgrenzung zu schaffen, welche Menschen in die Untersuchungsgruppe fallen, sowie, warum welche Begriffe genutzt und andere dagegen nicht genutzt werden. Im theoretischen Teil wird auf das Phänomen der Prekarität eingegangen und gezeigt, dass es mehr als nur eine Beschreibung einer wirtschaftlichen Lage eines Menschen ist. Anhand dieser Definitionen wird dann in der Analyse der Forschungsfrage nachgegangen. Dabei werden quantitative und qualitative Untersuchungen, aber auch individuelle Berichte von Betroffenen ausgewertet.

Es zeigt sich nämlich, dass sich die Lebenswege deutlich unterscheiden und Verallgemeinerungen nur schwer möglich sind. Trotzdem gibt es viele Gemeinsamkeiten, was die Probleme in der Gesellschaft angeht. Es wird sich zeigen, dass wir weit davon entfernt sind, Menschen, die sich der heterosexuellen Matrix entziehen, gleichwertig zu behandeln und dass insbesondere Menschen mit Trans* Hintergrund die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erheblich erschwert wird. Ausgrenzungen und Diskriminierungen sind alltäglich und passieren bewusst und unterbewusst. Das Aufzeigen dieser Diskriminierungen bedeutet,  Aufmerksamkeit zu erzeugen und ist somit einer der ersten Schritte, die Diskriminierungen abzubauen. Diese Arbeit soll dazu beitragen.

 

2.      Begriffliche Abgrenzung

In der Wissenschaft ist es wichtig, die Untersuchungsgegenstände richtig zu benennen, damit die Ergebnisse nachvollziehbar sind und keine Interpretationsfehler entstehen. In den Sozialwissenschaften geht es immer um Menschen und vor allem um Menschengruppen. Hierbei handelt es sich aber nicht um leblose Gegenstände, sondern um selbstständige Individuen, welche unterschiedliche Geschichten und eine unterschiedliche  Selbstwahrnehmung haben. Deswegen sind Grenzziehungen und Typologisierungen von Menschengruppen immer fehlerhaft und potenziell gefährlich, weil von solchen Untersuchungen die Schlussfolgerung gezogen werden könnte, dass es unterschiedliche „Arten“ von Menschen gibt und dass Mensch X aus Gruppe A sich dementsprechend  verhalten soll. Da wir in der Soziologie trotzdem darauf angewiesen sind Menschen einzuordnen, um ihre Situation zu analysieren, müssen wir uns dieser Problematik bewusst werden. Wir müssen jede Klassifizierung hinterfragen und sie kritisch kommentieren. Dabei müssen wir auch darauf achten, keine diskriminierenden, falschen oder vorbelasteten Begriffe zu nutzen. Wenn sich Menschengruppen hingegen eine eigene Bezeichnung gegeben haben, ist dies zu respektieren und dann sind diese Begriffe zu nutzen.

Da Menschen aus allen Gesellschaftsschichten, in allen Kulturkreisen und auf der ganzen Welt einen Trans* Hintergrund haben können, ist das Zusammenfassen in eine Gruppe sehr schwierig. Alle Lebenssituationen, individuellen Lebenswege und Selbstwahrnehmungen innerhalb eines Begriffs zu vereinen ist unmöglich. Um eine Einordnung trotzdem möglich zu machen, muss man sich mit den genutzten Begriffen auseinandersetzen und klar beschreiben, welcher Begriff genutzt wird und welche Menschen darunter fallen.

Es ist ein Mythos, dass eine „transsexuelle Persönlichkeit“ existiert. Menschen mit einem Trans* Hintergrund sind genauso facettenreich wie alle anderen Menschen. Das, was sie vereint, ist ein anderes Geschlecht zu haben, als dasjenige, welches ihrem Körper bei ihrer Geburt zugeschrieben wurde.[5]

Menschen mit Trans* Hintergrund gab es schon immer, aber der Begriff „Transsexualismus“, und mit ihm die ersten operativen Eingriffe, wurden erst in den 1950er Jahren eingeführt.[6] Es wurde zur Diagnose, die immer im Zusammenhang mit psychischen Krankheiten gesehen wurde. Dies erwies sich als falsch. Depressionen, Angstentwicklungen und andere psychische Störungen kamen durch die schwierigen Lebensumstände zwar häufiger vor, viele Betroffene waren trotz dieser Schwierigkeiten aber psychisch komplett gesund.[7]

„Ich möchte schon hier das Fazit meiner 35-jährigen Erfahrung mit einer großen Zahl transsexueller Frauen und Männer vorwegnehmen, (…) Nach meiner heutigen Auffassung können wir Transsexualismus nicht als eine Störung der Geschlechtsidentität betrachten, sondern müssen sie als Normvariante ansehen, die in sich, (…) das ganze Spektrum von psychischer Gesundheit bis Krankheit enthält.“[8]

Udo Rauchfleisch, ein emeritierter Professor der klinischen Psychologie und niedergelassener Psychoanalytiker, konnte in seiner ganzen Laufbahn keine Hinweise dafür finden, dass Menschen mit einem Trans* Hintergrund eine psychische Störung haben. Er distanzierte sich von dem Pathologiekonzept, indem er den Begriff Transsexualität ablehnte und den Begriff Transidentität wählte. Er kritisiert im gleichen Atemzug auch die Vorsilbe Trans, da diese „jenseits“ bedeutet und dies eigentlich auch nicht zutreffend ist. [9] Dieser Kritik schließen sich auch viele Betroffene an.[10]

Auch sonst ist der Begriff „Transsexualität“ irreführend, da „Sexualität“ auf eine sexuelle Neigung hindeutet, dies aber damit nichts zu tun hat.[11] Allerdings kritisieren Betroffene auch den Begriff der Transidentität, da sie ihre Geschlechteridentität ja schon seit ihrer Geburt haben und diese nicht wechseln, was unter diesem Begriff aber verstanden werden könnte.[12]

Der aus dem Englischen übernommene Begriff „Transgender“ hat viele Vorteile, da er sich auf den in der englischen Sprache existierenden Unterschied zwischen „gender“ (dem kulturellen Geschlecht) und „sex“ (dem biologischen Geschlecht) bezieht. Im Deutschen gibt es diese Unterscheidung nicht, darum wird „Gender“ oft genutzt, um das kulturelle Geschlecht zu bezeichnen.[13] Der Begriff wird auch verwendet, um so viele Menschen wie möglich zu bezeichnen, also um eine Art fließender Oberbegriff ohne starre Grenzen zu sein.[14] Bei Transgender wird aber komplett die körperliche Komponente ausgeblendet, die bei vielen Betroffenen eine wichtige Rolle in ihrem Selbstverständnis spielt.

Um so vielen Betroffenen wie möglich und ihren unterschiedlichen Lebenssituationen gerecht zu werden, wird häufig auch der Begriff Trans* Menschen genutzt. Dies macht den Eindruck, dass neben Menschen auch Trans* Menschen existieren. Also eine andere menschliche „Rasse“.[15] Weder entspricht das der Realität, noch will dieser Eindruck vermittelt werden.

Viele dieser Begriffe sind exkludierend und aus der Perspektive der heterosexuellen zweigeschlechtlichen Matrix. Sie definieren, was Menschen nicht sind. Sie sind negative Beschreibungen von Menschen, welche nicht in das konstruierte normative Weltbild passen.[16]

Es zeigt sich, dass es keinen Begriff gibt, der hundertprozentig zutreffend ist und mit dem alle Betroffenen zufrieden sind. Da Geschlecht wie auch Sexualität nur Eigenschaften eines Menschen sind, sollte dies auch so verwendet werden. Die Bezeichnung „Mensch mit einem Trans* Hintergrund“ scheint am wenigsten exkludierend und trotzdem eindeutig genug. Die Problematik mit der Wortbedeutung von „Trans“ existiert weiterhin, die Debatte um dieses Wort und alternative Bezeichnungen sollte aber von Betroffenen geführt werden. Der * zeigt, dass es sich hier um keine endgültige Definition handelt, und dass versucht wird, alle Betroffenen einzubeziehen. Betroffene sind Menschen, welche ein anders Geschlecht haben als das, welches ihrem Körper zugeschrieben wurde. Intersexuelle Menschen, also Menschen die nicht mit eindeutigen oder kulturell männlich und weiblich zugeordneten Geschlechtsmerkmalen geboren wurden, können einen Trans* Hintergrund haben, müssen es aber nicht.

 

3.    Prekarität

Prekär wird oft als ein Phänomen verstanden, das in Westeuropa als überwunden gedacht war: Die Gegenwart von unsicheren Beschäftigungslagen. Doch nicht nur während der weltweiten Wirtschaftskrise und nach den Arbeitsgesetzen, die nach dem Hartz-Konzept entworfen wurden, waren atypische Beschäftigungsformen weit verbreitet. Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit wurde ihnen aber erst wieder verstärkt geschenkt, nachdem auch das herrschende „Ernährermodell“, in dem ein Ehemann[17] genug für eine ganze Familie verdient, bedroht wurde und prekäre Beschäftigungslagen auch verstärkt Männer bedrohte.[18]

Nach dem Soziologen Klaus Kraemer muss Prekarität mehrdimensional verstanden werden. Es betrifft die Erwerbsstelle, den Erwerbsverlauf und die Lebenslage. Wenn nur ein Teilabschnitt prekär ist, muss die Gesamtsituation nicht als prekär eingestuft werden. Prekarität nur als negative statistische Abweichung des sozialen „Normalstandard“ zu sehen, würde wiederum nicht alle Fälle einbeziehen. Auch eine subjektiv wahrgenommene prekäre Lage hat negative Auswirkungen auf die Betroffenen.[19]

Um die Situation eines Menschen als prekär einzustufen, müssen die Teilaspekte und die Gesamtsituation im Moment und in der Vergangenheit betrachtet werden. Ebenso müssen die Zukunftsaussichten so gut wie möglich analysiert werden. Dabei gibt es einen Teil, der objektiv bewertet werden kann, obwohl der Vergleich ein normativer ist. Dieser ist die objektive Erwerbslage, auch als Position bezeichnet, und hier kann die „erlebte“ Prekarisierung verordnet werden. Die „gefühlte“ Prekarisierung liegt in der subjektiven Sichtweise und Wahrnehmung. Hier sind Prekarisierungsängste, als die Angst vor einer möglichen prekären Situation, der Auslöser. Dieser Teil betrifft auch Menschen, welche wahrscheinlich nie in eine prekäre Lage kommen werden.[20]

Die objektive Erwerbslage teilt sich in drei weitere Untersuchungsfelder auf: Die eine ist die Erwerbsstelle, dort wo klassischerweise die Ursache der prekären Situation gesehen wird. Diese kann aber auch wieder in zwei Ebenen unterteilt werden, die aber wechselseitig zusammenhängen. Wenn Ebene 1 z.B. als prekär eingestuft wird, kann durch Ebene 2 dieses Defizit ausgeglichen werden. Ebene 1 ist die formale Struktur des Beschäftigungsverhältnisses; hier kann die Situation ganz objektiv eingeschätzt werden. Ist der Vertrag unbefristet? Das Einkommen unstetig? Wie ist der Kündigungsschutz und wie die tariflichen und betrieblichen Rahmenbedingungen? In Ebene 2 geht es um die konkrete Arbeitstätigkeit und die ist sehr subjektiv. Es ist die sinnhaft-subjektbezogene und sozialkommunikative Dimension. Wie zufrieden ist der Mensch mit seiner*ihrer Arbeit, sind seine*ihre Ansprüche in puncto Professionalität erfüllt, können Arbeitsbedingungen mitbestimmt werden und existiert eine Teilhabe an der betrieblichen Vergemeinschaftung? Auch der Zugang zu beruflich-sozialen Netzwerken intern und extern muss in die Bewertung einfließen. Zeigen beide Ebenen Defizite, oder eine sehr starke, kann die Erwerbsstelle als prekär eingestuft werden.[21]

Die Erwerbslage darf aber nicht nur in einem Moment betrachtet, sondern muss als gesamte Erwerbsbiografie gesehen werden. Ist sie langfristig prekär oder ist die jetzige Situation nur eine Ausnahme? Gibt es Zukunftsperspektiven oder ist z.B. ein Arbeitsplatzwechsel in dieser Branche Standard oder sogar karrierefördernd? Betrachtet werden müssen die Höhe und die Stetigkeit des Arbeitseinkommens, die Dauer der Beschäftigung, die Dauer des Bezugs von Lohnersatzleistungen und die Nähe bzw. Ferne zu einem dauerhaften „Normalarbeitsverhältnis“. Im Zeitstrahl des Erwerbverlaufs stellen sich die Fragen, welche Erwerbsabschnitte dominieren, und wie die Übergänge zwischen den Abschnitten bewertet werden können. Durch die Analyse der Qualität und der Dauer der Erwerbssequenzen und auch die Reihung kann ein Neigungswinkel festgestellt werden. Es gilt: Ist die prekäre Lage wohlstandsnah, ist sie tendenziell begrenzt, ist sie armutsnah, tendenziell unbegrenzt.[22]

Ein zusätzliches Einkommen in einem Haushalt kann eine schwierige Situation entproblematisieren. Deswegen muss auch die gesamte Lebenslage eines Menschen betrachtet werden. Existieren weitere Einkommen innerhalb des Haushalts? Reichen diese aus, um die prekäre Lage aufzufangen? Im Gegensatz dazu kann die Haushaltsstruktur auch eine prekäre Lebenslage hervorrufen, besonders wenn davor schon ein prekäres Potenzial existiert hat.[23]

Erst wenn Erwerbstelle, Erwerbsbiografie und die Lebenslage betrachtet worden sind, kann die objektive Erwerbslage eingeschätzt werden. Dabei muss bedacht werden, dass Prekarität nicht Armut bedeutet, aber Menschen in einer prekären Lage von Armut bedroht sein können. Es ist eine Schwebelage zwischen Armut und Wohlstand und hat viele Facetten. Es ist ein dynamischer Begriff und es kann in vielen verschieden Bevölkerungsschichten auftauchen. Wie Armut ist Prekarität nämlich relativ. Es ist kein Zustand sondern ein sozialer Prozess. Gefühlte Prekarisierung trifft häufiger in der Mitte der Gesellschaft, die erlebte hingegen an den Rändern auf. Bestimmte soziale Gruppen sind häufiger von Prekarität betroffen als andere.[24]

 

4.    Analyse

Ob Menschen mit einem Trans* Hintergrund als soziale Gruppe gesehen werden können, die stärker von einer prekären Erwerbslage bedroht werden, wird in der Analyse anhand des Modells von Kraemer erarbeitet. Dafür werden die einzelnen Dimensionen nacheinander betrachtet und eingeschätzt.

Innerhalb der ersten Dimension, die der Erwerbsstelle, wird zunächst Ebene 1 aufgeschlüsselt. Menschen mit einem Trans* Hintergrund haben vor ihrem Outing, wenn dieses erst im Erwachsenenleben folgt, alle Variationen von Jobs. Bleibt die Person nach dem Outing in derselben Arbeitsstelle, verändert sich rein Objektiv bei Ebene 1, dem Beschäftigungsverhältnis, nichts. Antidiskriminierungsgesetze verhindern meist eine offene Diskriminierung. Die Veränderungen auf Ebene 1 wegen dem Outing sind deutlich subtiler, beruflicher Abstieg folgt dann meist aus „betrieblichen Gründen“. Auf diese subtile Art kann schwieriger reagiert werden, da auch der juristische Weg ein schwerer mit ungewissem Ausgang wäre. Da das Outing, und die folgenden Veränderungen im Leben für die Betroffenen schon sehr viel Kraft kosten, bleibt den wenigsten noch die Kraft, um mit der*m Arbeitgeber*in zu kämpfen.[25]

Menschen, die durch ihr Outing ihren Job verlieren, aufgeben müssen oder ihn vor dem Outing aufgeben, aus Furcht vor Diskriminierung, finden sich in einer anderen Situation. Wenn sie eine neue Anstellung finden – mehr als die Hälfte aller Menschen mit Trans* Hintergrund sind arbeitslos – verdienen sie deutlich weniger als ihre Kollegen*innen. Vielen bleibt als letzter Ausweg nur der Weg in die Selbstständigkeit. Dort sind alle Kriterien der Ebene 1 nicht zufriedenstellend erfüllt, wodurch diese dann als prekär eingestuft werden kann.[26]

Bei der konkreten Arbeitstätigkeit, also Ebene 2, kann die Veränderung deutlicher gesehen werden. Auch hier gibt es wieder mehrere Möglichkeiten in welcher Situation sich ein Mensch mit Trans* Hintergrund befindet. Es folgt bei Verbleib in der Arbeitsstelle oft ein Entzug des Kundenkontakts, entweder durch Angst vor negativen Reaktionen der Kundschaft oder durch das Vorurteil, dass es sich hier um eine psychische Störung handelt und Menschen mit einer Störung ungeeignet für Kundenkontakt sind.[27]   Dies hat in den meisten Fällen eine negative Auswirkung auf die Zufriedenheit mit der Arbeitsstelle und bei Berufen, wo Kundenkontakt ein wichtiger Bestandteil der Tätigkeit ist, auch eine Verringerung der Professionalität dieser. Menschen, die einen neuen Job haben, sind meistens in einer schlechteren Anstellung mit deutlich schlechteren Lohn als vor dem Outing.[28] Nur die Gruppe der Selbstständigen kann, durch vorherige Aufgabe des Großteils der Absicherungen von Ebene 1, viele Teile ihrer Arbeitsbedingungen selbst bestimmen. Die Möglichkeit der Selbstständigkeit ist aber nicht jeder Branche gegeben und mit vielen Risiken verbunden. Bei den beruflich-sozialen Netzwerken gibt es zwei unterschiedliche Beobachtungen. Am Arbeitsplatz, also bei den internen Netzwerken, kommt es zu einen Abstieg. Support der Arbeitnehmer*innen untereinander, der im Normalfall Selbstverständlich ist, bleibt in den meisten Fällen aus.[29] Spott, Tratsch und unnötige Kritik ist im beruflichen Umfeld alltäglich. Es folgt ein Ausschluss von Kollegen*innengruppen.[30] Dies trifft Menschen, die in der Arbeitsstelle verweilen wie auch die mit neuer und auch Menschen in ihrer Ausbildung. Den Support finden Menschen mit Trans* Hintergrund meistens dann in Betroffenenvereinigungen. Dort wird ein sicheres Umfeld der Solidarität geschaffen, was die Gesellschaft ihnen verweigert.[31] Diese externen Netzwerke sind zahlreich und helfen vielen Menschen. Dort werden zwar Informationen und Erfahrungen ausgetauscht, aber selten kann dies die objektive Erwerbslage verbessern. Es gibt zwar auch viele politische Organisationen, die Forderungen ausformulieren und auch öffentlich vertreten, berufliche Netzwerke für Menschen mit einem Trans* Hintergrund gibt es aber noch sehr wenige. Diese externen Netzwerke und auch die Selbstständigkeit sind als Faktoren nicht stark genug um die Defizite aus den anderen Punkten abzufangen. Deswegen ist Ebene 2 tendenziell prekär. In den meisten Fällen ist die Dimension der Erwerbsstelle bei Menschen mit Trans* Hintergrund als prekär einzuordnen.

In der Erwerbsbiografie gibt es wieder Unterschiede, wann ein Mensch sein Outing vollzogen hat. Folgt dieses erst spät haben Menschen bis zum Outing eine recht erfolgreiche Karriere. Diese kann nur in den seltensten Fällen fortgeführt werden.[32] Behalten sie ihren Job oder bekommen sie einen neuen machen sie deutlich seltener Karriere als ihre Kollegen*innen.[33] Viele der Anstellungen sind aber unter dem „Normalarbeitsverhältnis“ und die Wahrscheinlichkeit, dass sich dies ändert ist sehr gering.[34] Die meisten kommen aber gar nicht ins Arbeitsleben hinein und viele sind langzeitarbeitslos, inklusive aller nachweislichen Sekundärfolgen.[35] Auch sonst sind die Zukunftsaussichten nicht als gut einzuschätzen. Von den Arbeitsagenturen werden Menschen mit Trans* Hintergrund als „unvermittelbar“ eingestuft[36] und auch Zeitarbeitsfirmen lehnen diese ab, vor allem aus Angst sie nicht vermittelt zu bekommen.[37] Bis zum Outing kann die Erwerbsbiografie ganz normal verlaufen, danach ist sie aber in den meisten Fällen von unstetiger Arbeit, langen Phasen der Arbeitslosigkeit, prekären Erwerbsstellen und niedriger Entlohnung geprägt. Ein Normalarbeitsverhältnis ist schwer bis kaum zu erreichen. Nach dem Outing kann eine klare Tendenz Richtung Verschlechterung der Erwerbsbiografie beobachtet werden und damit die ganze Dimension als prekär bewertet werden.

Die Lebenslage einzuschätzen hängt eng damit zusammen im welchem Umfeld die betroffene Person lebte. Je konservativer das Milieu, desto schwieriger fällt es dem Umfeld dies zu akzeptieren. Besonders Partner*innen und Eltern müssen viel verarbeiten, da sie auch viele Erwartungen, Beziehungsformen und Bilder aufgeben bzw. abändern müssen.[38] Im sozialen Umfeld (Familie, Freunde und Bekannte) kann es in vielen Fällen zu einer teilweisen bis kompletten Ablehnung führen, was zu einem Ausstoß aus der sozialen Gruppe führt.[39] Bei nicht kompletter oder auch bei keiner Ablehnung kann es durch Nicht-Sensibilisierung und Nicht-Beschäftigung mit der Thematik und der Situation zu einem Umfeld führen, in dem sich die betroffene Person sehr unwohl fühlt. Häufiger persönlicher Kontakt wird dann vermieden.[40] Innerhalb von Partnerschaften sind viele Konstellationen möglich. In vielen Betroffenenberichten wird der*die Partner*in oft zu einer Art besten Freund*in. Zwar ist der Wille oft existent zusammenzubleiben, aber da sich meistens die sexuelle Orientierung von einem oder beiden[41] Partner*innen nicht verändert, ist die Konstellation selten kompatibel.[42] Insgesamt ist es schwierig den Haushaltskontext einzuschätzen. Es ist aber nicht häufig, dass die*der Betroffene innerhalb der „normativen“ Kleinfamilie lebt, in dem der andere Teil innerhalb der Partnerschaft Hauptverdiener*in ist, deswegen kann davon ausgegangen werden, dass die prekäre Erwerbsstelle und Erwerbsbiografie durch den Haushaltskontext aufgegangen werden kann. Es kann im Gegensatz, wenn der*die Hauptverdiener*in sich outet, den anderen Teil in eine prekäre Lebenslage versetzen.

Durch die Angst durch ein öffentliches Outing sozial und beruflich abzusteigen, verheimlichen mehr als die Hälfte aller Menschen mit Trans* Hintergrund in ihrer Arbeitsstelle ihr Geschlecht.[43] Dies kann die erlebte Prekarisierung verhindern, führt aber zu einer gefühlten. Diese wandelt sich nach einem Outing, egal ob ein freiwilliges oder ein Fremdouting, mit hoher Wahrscheinlichkeit in eine erlebte.

 

5.    Fazit

Die Unterschiede innerhalb der Lebenswege von Menschen mit Trans* Hintergrund sind sehr groß und so existiert auch im Beruf eine hohe Diversität. Mit Blick auf die objektive Erwerbslage macht es scheinbar kaum einen Unterschied, wann das Outing war.

Innerhalb der Dimension der Erwerbsstelle gibt es bei Ebene 1, dem Beschäftigungsverhältnis, nach dem Outing zunächst keine Veränderung. Solche könnten vor dem Arbeitsgericht nachgewiesen werden und zu einer Verurteilung führen. Dies hindert viele Arbeitgeber*innen nicht vor kleinen und subtileren Verschlechterungen in Ebene 1, wogegen viele Betroffene nicht vorgehen. Die Flucht aus der alten Arbeitsstelle in die Arbeitslosigkeit oder Selbstständigkeit als diskriminierungsfreieres Umfeld wird vorgezogen. Die Aufgabe von sozialer Sicherheit wird dabei in Kauf genommen.

Ebene 2 hingegen ist in den meisten Fällen als prekär zu betrachten. Weder die Zufriedenheit noch die eigenen Ansprüche an die Professionalität innerhalb der Tätigkeit sind auf einem hohen Level. Der Ausschluss aus internen beruflich-sozialen Netzwerken schafft ein Klima, in dem sich Menschen nicht wohlfühlen und weitere Nachteile. Externe Netzwerke und auch die gewählte Selbstständigkeit können alle Defizite innerhalb beider Ebenen nicht aufheben.

Die Erwerbsbiografie der Betroffenen, die sich innerhalb des Berufslebens outen, sind bis zu diesem Zeitpunkt vergleichbar mit denen von Menschen ohne Trans* Hintergrund. Danach kommt es zu schweren Brüchen in der Karriere und oft wenig Zukunftsaussichten. Die Menschen haben in der Arbeitswelt verstärkt mit Diskriminierung, Vorurteilen und falschen Ängsten zu kämpfen. Junge Menschen mit Trans* Hintergrund finden oft keinen Zugang zum Arbeitsmarkt und müssen mit Schwierigkeiten in der Ausbildung rechnen.

Die Lebenslage kann sehr unterschiedlich sein. Auch wenn Bezugspersonen existieren, können diese selten die finanziellen Ausfälle auffangen. Natürlich haben Menschen, die aus einer wohlhabenderen Situation starten, bessere Chancen eine prekäre Lebenslage zu vermeiden oder zumindest nicht lange in dieser zu bleiben. Dadurch, dass innerhalb der Gesellschaft aber immer noch keine Akzeptanz von Menschen mit Trans* Hintergrund existiert, ist die Lebenslage tendenziell auch prekär.

Werden alle Dimensionen betrachtet, wird deutlich, dass die objektive Erwerbslage in den meisten Fällen prekär ist. Menschen mit einem Trans* Hintergrund sind also eine soziale Gruppe, welche verstärkt bedroht ist durch eine erlebte Prekarisierung. Selbst wenn durch Angst des Abstiegs das Geschlecht an der Arbeitsstelle verschwiegen wird, existiert eine in diesem Fall berechtigte und sehr bedrohliche gefühlte Prekarisierung. Die vielen Fälle von Langzeitarbeitslosen und auch die Diskriminierung innerhalb der Strukturen von Behörden zeigen aber, dass viele Menschen mit Trans* Hintergrund auch von Armut bedroht sind bzw. darunter leiden.

Neben Aufklärung ist aktive Unterstützung durch den Staat und den Ausbau von Antidiskriminierungsmaßnahmen nötig. Dafür braucht es aber auch eine Veränderung der staatlichen Struktur u.a. durch die Aufgabe des Zwangs der binären Geschlechtseinteilung. Genauso muss die Stigmatisierung als Trans* als Krankheit beendet werden und der Zugang zu Hilfe, ob psychische oder medizinische, erleichtert und entbürokratisiert werden. Erst durch eine wirkliche Akzeptanz der Vielfalt innerhalb der Gesellschaft und individuelle Förderung kann die Situation von Menschen mit Trans* Hintergrund am Arbeitsmarkt nachhaltig verbessert werden.

 

[1] Abkürzung für lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, transsexuelle, intersexuelle und queere Menschen.

[2] Vgl. Wieviel Vielfalt darf es sein? Wie bunt ist bunt?, atme-ev.de, 2015, http://atme-ev.de/o-ton/CSD2015_wiebuntistbunt_precut.mp3, Zuletzt Aufgerufen am: 29.09.2015

[3] Vgl. Transsexualität und Intersexualität, endokrinologikum.com, http://www.endokrinologikum.com/fachbereiche/endokrinologie/transsexualitaet-und-intersexualitaet.html, Zuletzt Aufgerufen am: 29.09.2015

[4] Resolution 2048 (2015) 1 Discrimination against transgender people in Europe http://assembly.coe.int/nw/xml/XRef/X2H-Xref-ViewPDF.asp?FileID=21736&lang=en

[5] Vgl. Udo, Rauchfleisch, 2006: „Transsexualität – Transidentität Begutachtung, Begleitung, Therapie“, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, S. 7.

[6] Vgl. Ebd. S. 11.

[7] Vgl. Ebd. S. 7-8.

[8] Ebd. S. 22.

[9] Vgl. Ebd. 23.

[10] Vgl. Wieviel Vielfalt darf es sein? Wie bunt ist bunt?, atme-ev.de, 2015, http://atme-ev.de/o-ton/CSD2015_wiebuntistbunt_precut.mp3, Zuletzt Aufgerufen am: 29.09.2015

[11]Vgl. Wegweiser: Begriffe und Definitionen, transsexuell.de, http://www.transsexuell.de/wegweiser-begriffe.shtml, Zuletzt Aufgerufen am: 29.09.2015

[12] Jack, Walker, 2012: „Trans* Menschen und Soziale Arbeit.“ Veröffentlichte Bachlorarbeit, FHS St. Gallen, Fachbereich Soziale Arbeit, S.21.

[13] Vgl. Ebd. 21.

[14] Vgl. Wegweiser: Begriffe und Definitionen, transsexuell.de, http://www.transsexuell.de/wegweiser-begriffe.shtml, Zuletzt Aufgerufen am: 29.09.2015

[15] Dieser Gedanke kam mir schon in der Konzeptionsphase dieses Textes, ähnliches spricht auch Jay Eric Jones in der Diskussionsrunde „Wieviel Vielfalt darf es sein. Wie bunt ist bunt?“ an. (Link siehe oben)

[16] Vgl. Jack a.a.O. S. 22.

[17] Hier als Ehemann in dem Heteronormativen Familienmodell verstanden.

[18] Vgl. Mona, Motakef; Julia, Teschlade; Christine, Wimbauer, Was ist normal? Was ist prekär? Überlegung zur Ambivalenz eines zeitdiagnostischen Konzept, Sozbog, 12 Juli 2014, http://soziologie.de/blog/2014/07/was-ist-normal-was-ist-prekaer-ueberlegungen-zur-ambivalenz-eines-zeitdiagnostischen-konzepts/, Zuletzt Aufgerufen am: 28.09.2015

[19] Vgl. Klaus, Kraemer, 2008: „Prekarität – was ist das?“ in Arbeit, Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, S.77-90, Heft 1, Jg. 17, S. 77-78.

[20] Vgl. Ebd. S. 84-86.

[21] Vgl. Ebd. S. 79-80.

[22] Vgl. Ebd. S. 81-82.

[23] Vgl. Ebd. S. 82-83.

[24] Vgl. Ebd. S. 87-88.

[25] Vgl. Tina, Groll, Transsexuelle brauchen einen Kündigungsschutz, zeit.de, 1 September 2011, http://www.zeit.de/karriere/beruf/2011-08/interview-schicklang-transsexualitaet, Zuletzt Aufgerufen am: 29.09.2015

[26] Vgl. Tilman, Steffen, Unter Kollegen im falschen Körper, zeit.de, 22 Dezember 2010, http://www.zeit.de/karriere/beruf/2010-12/diskriminierung-trans-personen-antidiskriminierungsstelle, Zuletzt Aufgerufen am: 29.09.2015

[27] Vgl. Ebd. und Groll a.a.O..

[28] Vgl. Jack a.a.O. S. 49.

[29] Vgl. Ebd. S. 44.

[30] Vgl. Steffen a.a.O..

[31] Vgl. Rauchfleisch a.a.O. S. 89.

[32] Vgl. Jack a.a.O. S. 47.

[33] Vgl. Steffen a.a.O..

[34] Vgl. Heiko, Prengel, Neues Geschlecht, neuer Job, zeit.de, 29 Juli 2011, http://www.zeit.de/karriere/beruf/2011-07/diskriminierung-transgender-beruf, Zuletzt Aufgerufen am: 29.09.2015

[35] Vgl. Jack a.a.O. S. 47.

[36] Vgl. Groll a.a.O..

[37] Vgl. Prengel a.a.O..

[38] Vgl. Rauchfleisch a.a.O. S. 91-92.

[39] Vgl. Jack a.a.O. S. 47.

[40] Vgl. Ebd. S.48.

[41] Oder auch mehreren Personen innerhalb einer nicht Zwei-Menschbeziehung.

[42] Vgl. Vgl. Karin, Prummer; Dominik, Stawski, Im Fremdkörper, zeit.de, 15 April 2009, http://www.zeit.de/campus/2009/03/transsexualitaet, Zuletzt Aufgerufen am: 29.09.2015

[43] Vgl. Steffen a.a.O..

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